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Tallinn: Mulgikapsad

Tallinn: Mulgikapsad
27. September 2017

Nach unserem Wochenendtrip nach Tallinn haben wir versprochen das Quasi-Nationalgericht Mulgikapsad bei uns zu Hause nach zu kochen.

Mulgikapsad ist ein Fleischgericht mit Sauerkraut, deftig und reichhaltig, absolut nichts für die schlanke Linie. Überhaupt sind Sauerkrautgerichte sehr beliebt in Estland.

Viele Gerichte führen den Begriff ‚Mulgi‘ als Namensteil. Das kommt daher, dass reiche Bauern aus Mulgimaa überall in Estland Land kauften und sich dort niederließen. Sie brachten ihre deftige Küche mit, wer hart arbeitet braucht gutes Essen.

Die Grundzutaten für Mulgikapsad sind auch bei uns einfach zu beschaffen. Sauerkraut, durchwachsenen Schweinenacken und geräucherten Schweinebauch gibts beim Metzger unseres Vertrauens, Graupen, Gemüsebrühe und Zwiebeln im Supermarkt.

Zucker und Salz gehören ohnehin zur Ausstattung unserer Küche. Wobei wir beim Salz gerne auf das pakistanische Kristallsalz zurückgreifen. Vermahlen wird bei uns das Salz mit der Peugeot Madras Salzmühle, sie fasst mehr Salz als herkömmliche Mühlen.

Als Topf haben wir einen großen, viereckigen Bräter ausgesucht. Als erstes braten wir die fein geschnittenen Zwiebeln in einem ordentlichen Klacks Butterschmalz glasig an. Unbedingt das Zuckern nicht vergessen. Dann das rohe Sauerkraut zusammen mit den Zwiebeln, dem Fleisch und dem geräucherten Schweinebauch abwechselnd in unseren Bräter schichten.

Zuletzt werden die Graupen darüber gestreut. Graupen sind die Körner von Gerste, die auf mechanischem Wege in sogenannten Graupenmühlen von ihrer Hülse befreit, entspelzt, geschält und danach poliert werden. Die Beschaffung ist bei jedem gut sortierten Vollsortimenter kein Problem.

Obwohl das im Originalrezept nicht vorgesehen ist, verfeinern wir das Ganze noch mit Nelken, Lorbeer und vor allem mit Wacholder aus dem Shop der gewuerzhelden.de.

Jetzt gießen wir die angesetzte Gemüsebrühe darüber bis alles gut bedeckt ist. Der Bräter kommt zugedeckt auf den Herd. Bei kleiner Hitze dauert die Garzeit rund eine gute Stunde.

Nur noch das Fleisch in handliche Scheiben schneiden und zusammen mit dem Sauerkraut und den Graupen auf einer Platte anrichten. Dazu schmecken am besten Salzkartoffeln.

‚Jätku leivale - Gesegnete Mahlzeit‘ wünscht das Team der gewuerzhelden.de. Der Spruch zum Essen heißt wörtlich übersetzt: ‚Das Brot soll reichen‘.