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San Marino - großer Zwerg

San Marino - großer Zwerg
8. September 2017

Durch die bezaubernde Landschaft der Emilia Romagna führt die Straße über steile Serpentinen hinauf nach San Marino. Der Zwergstaat, unweit von Rimini, liegt mitten in Italien.

Schon die Fahrt über die Serpentinen liefert atemberaubende Ausblicke. Dann taucht sie auf, ein Bild wie aus dem Märchenbuch, die Altstadt von San Marino auf dem Gipfel des Monte Titano.

Blauer Himmel und tiefblaue Adria gehören untrennbar zu dieser Postkartenidylle. Man glaubt, die Beliebtheit von San Marino liegt daran, dass sie hier wohl Urlaubswetter abonniert haben. Nicht umsonst wird die kleine, älteste Republik der Erde auch La Serenissima genannt. Frei übersetzt bedeutet das die Steigerung von ‚Durchlaucht‘, also am ‚Allerdurchlauchtesten‘.

In San Marino wird italienisch gesprochen und mit dem Euro bezahlt. Die Anreise ist eigentlich nur mit dem Auto sinnvoll. Einen Parkplatz findet man im Parkhaus gleich an der Piazza delle Nazioni Unite. Man könnte natürlich auch mit dem Bus von Rimini nach San Marino fahren.

San Marino nur als Tagesausflug zu betrachten wird dem Ziel nicht gerecht. Erst am Abend, wenn die Massen von Tagestouristen die Altstadt verlassen haben, zeigt die Stadt ihre Schokoladenseite. In den Straßen und Gassen wird es still. Zur Übernachtung wird von den Travelprofis das kleine kuschelige Hotel La Grotta mitten in der Altstadt empfohlen. Aktuell gibt es eine Übernachtung mit einem sehr leckeren Frühstücksbüffet ab 63 Euro. Das beste an diesem Haus ist, die Zimmer haben alle einen Balkon mit einem echt geilen Postkartenausblick.

Am nächsten Morgen kann es dann losgehen, lange bevor die Touristen über die Stadt herfallen. Die Altstadt liegt auf dem Monte Titano. Daneben gibt es noch drei weitere Gipfel: den Rocca Guaita, den Rocca della Fratta und den Rocca Montale. Dort wurden schon im Mittelalter Festungen gebaut. Die Festungstürme sind durch Gänge miteinander verbunden. Der schönste Turm ist der Rocca Guaita. Hier gibt es ein interessantes Waffenmuseum zu besichtigen, im zweiten Turm ein Museum für den Staatsgründer San Marino. Von überall genießt man einen traumhaften Ausblick.

Ein Spektakel, das man keinesfalls versäumen sollte, ist die tägliche Wachablösung vor dem Palazzo Pubblico, dem Regierungspalast.

Auch in San Marino muss niemand verhungern. In den vielen kleinen Bars gibt es den Klassiker der Emilia Romagna: Piadina, das belegte Fladenbrot, richtig lecker in verschiedensten Varianten.

Für das Abendessen haben wir uns für Ravioli mit Salsiccia-Füllung entschieden, dazu Tomatensauce und frischen Thymian. Zum Essen passt hervorragend ein Ribolla di San Marino.

In San Marino wird heute auf rund 200 Hektar von rund 300 Winzern, organisiert in der Winzergenossenschaft Consorzio Vini Tipici di San Marino, Wein angebaut.

Wir haben uns mit dem Küchenchef im Il Beccafico unterhalten und werden versuchen dieses ‚Nationalgericht‘ von San Marino bei uns zu Haus nachzukochen.

Das Team der gewuerzhelden.de ist sich ganz sicher, dass der Trip nach San Marino zu einem unvergesslichen Erlebnis wird und wünscht gute Reise.