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Polnische Piroggen

Polnische Piroggen
26. März 2018

Bei unserem Ausflug nach Danzig haben wir in einer Milchbar ‚Bar mleczny‘ echte polnische ‚Pierogi‘ gegessen. Wie gesagt, der Name Milchbar irritiert, das sind richtige Kantinen, in denen gute polnische Hausmannskost geboten wird.

Die ‚Pierogi‘ haben uns geschmacklich richtig von den Socken gehauen und wir haben versprochen sie bei uns nachzukochen.

Wir haben uns für die Variante ‚Pierogi ruskie‘ entschlossen, also ohne Fleischfüllung. Pierogi sind ziemlich aufwändig in der Zubereitung, das bedeutet, das ist kein Gericht für schnell mal am Abend.

‚Pierogi ruskie‘ werden mit gekochten Kartoffeln und Quark gefüllt. Beim Quark haben wir uns für Schichtkäse entschieden, den gibt es in einer Rahmfettstufe bis 50%.

Bereitgestellt haben wir Mehl, Ei und ein bisschen Olivenöl aus unserem Shop. Dieses Nativ Extra der ersten Güteklasse wird direkt aus Oliven ausschließlich im mechanischen Verfahren gewonnen.

Ein Tässchen warmes Wasser, mehlig kochende Kartoffeln, den Schichtkäse, Zwiebeln, ein bisschen Butter, Salz, da haben wir das feine Meersalz ebenfalls aus unserem Shop genommen und Pfeffer stehen bereit.

Alle Rezepte sagen, dass man mit Pfeffer nicht sparen sollte, Pierogi brauchen ordentlich Pfeffer.

Als erstes haben wir die Kartoffeln geschält und gar gekocht. Zeit genug, um den Teig vorzubereiten. Das Mehl sollte zuerst gesiebt werden, das gibt mehr Luft im Teig.

Dann das Ei verquirlen, zusammen mit ein bisschen Salz, dem warmen Wasser und ein Löffelchen Öl zum Mehl geben.

Handarbeit oder Knethacken? Wenn schon, dann Handarbeit. Den Teig schön kneten, je länger desto besser. Ein Trick, den uns eine polnische Kollegin verraten hat, den Teig mit dem Nudelholz zu Schluss noch einmal richtig ‚verprügeln‘.

Das Ergebnis sollte sein, dass der Teig schön glänzt und wenn man kleine Luftbläschen sieht, ist er richtig. Jetzt hat das ‚Kunstwerk‘ Piroggenteig Zeit eine halbe Stunde abgedeckt zu ruhen. Der Koch hat aber keine Zeit für eine Pause. Jetzt wird nämlich die Füllung vorbereitet.

Die gekochten Kartoffeln werden gestampft und die Zwiebel geschnippelt. In der Pfanne werden die Zwiebel in Butter schön angeschwitzt, braun sollen sie nicht werden. Die eine Hälfte kommt in den Kartoffelstampf, die andere bleibt in der Pfanne. Der Schichtkäse kommt in die Kartoffelmischung und wird mit ordentlich Pfeffer untergerührt.

Jetzt wird der Teig in gleich große Teile geschnitten und jedes zu rund 2 cm Dicke ausgerollt. Dann sticht man mit einem Glas runde Teigtaler aus.

Wie beim Weihnachtsplätzchenbacken kommt auf die Taler ein Löffel Kartoffelfüllung. Das Ganze wird zusammengeklappt und die Ränder wie bei italienischen Ravioli mit einer Gabel festgedrückt.

In einem großen Topf mit Wasser werden die Piroggen wie Klöße gekocht. Kochen ist falsch, eigentlich dürfen sie nur vor sich hinköcheln. Wenn sie fertig sind, drängeln sie sich alle nach oben an die Wasseroberfläche.

Ein bisschen abtropfen lassen und ab in die Pfanne, mit zu den restlichen Zwiebeln. Möglichst heiß kommen die ‚Pierogi ruskie‘ dann auf den Tisch.

Weil ohne Fleisch, sind die ‚Pierogi ruskie‘ das traditionelle Freitagsessen. Dazu haben wir eine große Schüssel Salat gemacht. Hinterher darf natürlich ein Gläschen echter polnischer Wodka nicht fehlen. Das war unser Mitbringsel von unserer Danzigreise.

Viel Spaß beim Nachmachen wünscht das Team der gewuerzhelden.de und natürlich Nazdrowie (Prost)!