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Paella

Paella
3. September 2017

Paella ist bei weitem nicht gleich Paella. Was einem so oft in Restaurants oder in den Tiefkühlregalen der Supermärkte unter dem Titel ‚echt spanische Paella‘ angeboten wird, ist bestenfalls Reis mit Zutaten. Ein Valencianer würde beim Versuchen nur die Stirn runzeln.

Wir sind bei unserem Städtetrip in einem kleinen Restaurant mit dem Namen ‚La Bernarda‘ gelandet. Freunde, die sich in der Stadt auskennen, haben uns dorthin geführt.

Das Reisgericht Paella wird traditionell in einer speziellen flachen Pfanne auf offenem Feuer zubereitet. Im ‚La Bernarda‘ gibt es dafür einen speziellen Gasherd. Der größte Fehler wäre, wenn wir für unsere ‚Nachbau-Paella‘ einen Risotto-Reis verwenden würden.

Die Reissorte Arroz Bomba kommt aus einem Anbaugebiet südlich von Valencia und ist für eine echte Paella unumgänglich. Dieser Rundkorn-Reis gilt als die beste Voraussetzung für eine gelungene, traditionelle Paella.

Die Suche bei unserem Supermarkt war leider negativ, so mussten wir auf einen speziellen Versender im Netz zurückgreifen.

Alle anderen Zutaten waren, bis auf das Kaninchen, kein Problem. Aber es ist gut, wenn man immer jemand kennt, der einen kennt. In unserem Fall war es ein Jäger, der uns aus der ‚Patsche‘ geholfen hat. Ein Wildkaninchen ist natürlich ideal. Das frisch geschossene Kaninchen war küchenfertig und nur noch zu zerteilen. Beim Huhn musste ein frisches Freiland-Huhn unseres Eier-Lieferanten dran glauben. Auch das Huhn war küchenfertig.

Ein großes logistisches Problem war die Riesenpfanne. Aber auch da hat uns ein Bekannter weitergeholfen, der als Foodtrucker öfter mal größere Veranstaltungen beschickt. Die Pfanne hatte rund 70 cm Durchmesser. Damit waren wir für eine 6-Personen-Paella gut gerüstet. Pfannen mit einem Durchmesser bis zu 150 cm haben wir im Netz auch gefunden. Wer sich also öfter mit Paella für Gruppen in Kompaniestärke befassen will, kein Problem.

Die weißen, großen Bohnen haben wir aus der Konserve genommen und die grünen Bohnen waren frisch. Jetzt haben wir zu allererst die Hähnchen- und Kaninchen-Teile in einem guten Olivenöl angeschwitzt. Die gewuerzhelden.de empfehlen das italienische Olivenöl <link> nativ extra aus dem Shop. Dieses Olivenöl der ersten Güteklasse wird direkt aus Oliven ausschließlich im mechanischen Verfahren gewonnen.

Wir haben noch ein kleines Stück Butterschmalz dazugegeben. Das bringt noch ein bisschen Buttergeschmack und sorgt dafür, dass das gute Olivenöl nicht anbrennt.

Um die typisch gelbe Farbe in die Pfanne zu bekommen, braucht man Safran. Safran ist normalerweise sehr teuer. Bei den gewuerzhelden.de wird dieses Gewürz <link> aus den Blütenständen der lilafarbenen Herbstzeitlosen in gemahlener Form angeboten. Für einen knappen Euro bekommt man ein 100mg Beutelchen. Zwei Beutel sollten leicht für unsere Pfanne ausreichen. Bei den kommerziellen Touristen-Paellas wird aus Kostengründen häufig Colorante, eine Lebensmittelfarbe verwendet.

Jetzt kommen die geschnittenen Tomaten, der Knoblauch, die grünen Bohnen und die weißen Bohnenkerne dazu. Das Ganze wird mit etwas Wasser abgelöscht. In diesen Sud kommt dann der Reis.

Paella muss unten am Pfannenboden leicht anbrennen und damit eine feine Kruste bilden, auf keinen Fall ständig umrühren. Die Kruste hat sogar einen Namen, man nennt sie Socarrat. Salz, Pfeffer, Thymian und Rosmarin sind die Gewürze, die unbedingt mit in die Pfanne gehören.

Wir haben uns für das Kochen einen großen Gasbrenner ausgeliehen, damit die Pfanne gleichmäßig beheizt werden kann. Nachdem das Ganze ohnehin im Freien stattgefunden hat, war die Aktion recht einfach zu bewerkstelligen.

Wenn der Reis auf den Punkt richtig ist, braucht die Pfanne auf dem Tisch nur noch genügend Platz, dann kann’s losgehen. Ganz wichtig ist noch, dass dieser Tag, an dem die Paella zubereitet wird, ein Sonntag ist. Denn nur am Sonntag ist genügend Zeit, damit sich die ganze Großfamilie um die Riesenpfanne versammeln kann. Die Paella wird traditionell zur Mittagszeit gegessen. Kurz bevor die großen Löffel in die Pfanne tauchen wird noch frische Zitronensaft darüber geträufelt und dazu gibt es Weißbrot.

Das Team der gewuerzhelden.de wünscht guten Appetit.