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Lissabon

Lissabon
21. Februar 2018

Eigentlich ist es genug mit dem Winter und dem Schmuddelwetter. Wir wollen jetzt Sonne und Wärme auf der Haut. Also, wo beginnt der Frühling jetzt schon? Nach langem Drehen am Globus, landete der Finger an der Atlantikküste, in Portugal, genauer in Lissabon.

Richtig, die Stadt ist auf jeden Fall einen Kurztrip wert und der Frühling ist da auch schon angekommen.

Manuelinische Architektur, postmoderne Kunst, Straßenbahnen und Kulinarisches stehen auf dem Zettel.

Eines hat man uns von vorne weg ans Herz gelegt, bequeme Schuhe nicht vergessen. Lissabon ist bergig, es geht rauf und runter, meist auf Pflastersteinen und die Füße sind in dieser Stadt das beste Mittel der Fortbewegung.

Angekommen auf dem Flughafen Humberto Delgado in Lissabon, begrüßt uns die Frühlingssonne. Am Vormittag schon 16 Grad, die richtige Temperatur für längere Fußmärsche. Das ganze Jahr über herrschen Temperaturen von über 20 Grad. Keine andere Hauptstadt in Europa kann mit diesem Klima mithalten.

Der internationale Verkehrsflughafen ist mit einer direkten U-Bahn-Verbindung zur Innenstadt gut angebunden. Wir haben für unseren Last-Minute-Flug von Frankfurt aus ganze 42 Euro bezahlt.

Für knapp unter 100 Euro sind wir im Jupiter Lisboa Hotel untergekommen. Das ist ein brandneues 4-Sterne-Hotel im Zentrum von Lissabon. Drei Gehminuten von der Stierkampfarena und U-Bahn-Station Campo Pequeno entfernt. Sehr sehenswert ist der Panoramablick von der Dachterrasse über die Stadt.

Die Originalfassade stammt aus dem Jahr 1906, aber die Zimmer sind großzügig und frisch modernisiert. Laut Bewertungen bietet diese Unterkunft das beste Preis-Leistungs-Verhältnis in Portugals Hauptstadt.

Der erste Ausflug führt uns auf den Praça do Comércio, was so viel bedeutet wie Platz des Handels. Der prächtige Triumphbogen auf dem großen Platz, dann die Sicht auf den Tejo, ringsum Paläste und in der Mitte das bekannte Reiterstandbild, atemberaubend.

Autos fahren hier nicht und ein Café reiht sich an das andere. Das Reiterstandbild zeigt König Joseph I., dessen Staatsminister Pombal die Stadt nach dem fatalen Erdbeben von 1755 in Rekordzeit wiederaufbaute.

Der Triumphbogen führt zur Rua Augusta, der Hauptschlagader der Geschäftswelt.

Mitten im Häusermeer eine schwarze Eisenkonstruktion, der Elevador Santa Justa. Irgendwie erinnert das an den Eiffelturm in Paris. Der Gedanke ist nicht verkehrt. Der Lift, der Personen von der Unter- in die Oberstadt nach Bairro Alto bringt, stammt tatsächlich aus dem Büro Eiffel.

Ist man oben angekommen, hat man auf der Galerie einen wunderschönen Ausblick auf den eleganten Rossio-Platz und die Burg Castelo de São Jorge.

Chiado ist das chicste Viertel mit den teuersten Markenshops. Eine lebensgroße Bronzeskulptur des berühmten Existenzialisten Fernando Pessoa ist das beliebteste Fotomotiv in der Stadt.

Zur Mittagszeit eine Stockfisch-Calzone, das ist ein Hochgenuss. Der Duft gegrillter Sardinen macht sich im schönen Altstadtviertel Alfama breit. Die Sardine hat sogar ein eigenes Volksfest.

In Alfama dudelt hinter jedem Fenster Musik, üppige Girlanden verzieren die Balkone, es wird getanzt und gelacht bis in die Morgenstunden. Nicht nur die Sardine ist das herausragende kulinarische Abenteuer in Lissabon.

Die einfachen Fischrestaurants entlang des Hafens sind das kulinarische Herz der Stadt. Hier wird die leckerste Sardinenpaste und der würzigste Käse serviert. Natürlich bekommt man auch überall den Edelschinken Pata Negra, der von iberischen Schweinen stammt, die nur mit Eicheln gefüttert werden.

Eine Fahrt mit der knallgelben Straßenbahn, die sich quietschend durch Häuserschluchten zwängt, ist ein Muss.

Gelandet sind wir im Gato Pardo, einem einfachen Bistro mit sehr guter Küche. Serviert hat man uns einen ‚Cozido a Portuguesa‘, ein Eintopf mit Kartoffeln und Gemüse. Geräucherte Schweinswürste, Rindfleisch, Hähnchen und Schinken werden zusammen mit Schweinefett und dem Gemüse zu einem schmackhaften Fleischtopf.

Genau diesen Eintopf werden wir versuchen nachzukochen, wenn wir wieder zu Hause sind.

Den Fado aus den Gassen der Altstadtquartiere noch im Ohr, das Klagelied aus Poesie und starken Gefühlen, haben wir Lissabon sehr schweren Herzens wieder verlassen. Eines ist ganz sicher, das Team der gewuerzhelden.de kommt wieder.

Man kann die Stadt eigentlich jedem ans Herz legen, gerade jetzt im Vorfrühling. Das Team der gewuerzhelden.de wünscht viel Spaß bei einem Kurztrip in die Hauptstadt Portugals.