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30. Januar 2018

Soljanka

Eine gehaltvolle Soljanka, den Klassiker aus der ehemaligen DDR, haben wir bei unserem Dresdenbesuch in der ‚Planwirtschaft‘ in der Dresdner Neustadt gegessen.

Der säuerlich-scharfe Eintopf hat uns super geschmeckt und wir haben versprochen, das Gericht hier bei uns nachzukochen.

Um Wurst- oder Fleischreste, wie es im DDR-Rezeptbuch steht, ist es bei uns schlecht bestellt. Auch die Köche der ‚Planwirtschaft‘ haben alleine schon aus lebensmittelrechtlichen Gründen auf frische Zutaten zurückgegriffen.

Für die moderne Variante des Klassikers haben wir also erst einmal eingekauft. Speck, Zwiebeln, ein paar herzhafte Debrecziner wanderten unter anderem in unseren Einkaufskorb. Die Debrecziner (angelehnt an die österreichisch-ungarische Monarchie) mussten als Ersatz für die originalen Bockwürste aus der DDR-Zeit herhalten. Unsere heutigen ‚neumodischen‘ Bockwürste haben für eine möglichst originalgetreue Soljanka einfach zu wenig Geschmack.

Paprikaschoten, Salatgurken, Tomatenmark, sauere Sahne, Zitronen und Kapern machten den Korb voll. Die fehlenden Gewürze haben wir allesamt bei den gewuerzhelden.de ‚herbei geklickt‘.

Also auf gehts, ab in die Küche. Zuerst werden Speck, Salatgurke, Paprikaschoten, die Debrecziner, die Zwiebeln und eine halbe Zitrone klein geschnippelt. Alles zusammen mit etwas Knoblauchpulver aus unserem Shop und dem Tomatenmark schön angedünstet.

Dann mit Fleischbrühe und dem Lorbeer aufgegossen, mit Paprika edelsüß gewürzt und mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt. Nicht allzu lange sollte das Ganze aufkochen, gute fünf Minuten sind ausreichend - es soll ja nichts verkochen. Dann kann die Soljanka auf den Teller.

Serviert wird sie mit den Kapern, die je nach Geschmack darüber gestreut werden und einem ordentlichen Löffel saure Sahne in der Mitte und den restlichen Zitronenscheiben. Mahlzeit, das schmeckt. Dazu passen ein paar Scheiben Bauernbrot oder getoastetes Brot und die DDR-Nostalgie ist perfekt.

Besonders intensiv schmeckt die Soljanka, wenn man sie am Vortag zubereitet, über Nacht in Ruhe schlafen lässt und am nächsten Tag nur noch aufwärmt.

Das Wort ‚Soljanka‘ haben vermutlich die russischen Freunde in die DDR mitgebracht. Wörtlich übersetzt würde es wohl ‚gesalzen‘ bedeuten. Neben der Wurstreste-Soljanka gibt es auch Fisch- und Pilz-Soljanka Varianten.

Viele verbinden mit der Soljanka grauselige kulinarische Kindheitserinnerungen. Aber es gibt auch heute noch viele leidenschaftliche Fans. Unsere Variante hat jedenfalls allen ausgezeichnet geschmeckt. Und ‚Soljanka nach DDR Art‘ kommt an kalten Tagen bestimmt öfter mal auf den Tisch.

Wir glauben, dass es sich lohnt mit einem solchen einfachen Gericht die Tradition der ‚DDR-Küche‘ zu erhalten und wünscht viel Spaß beim Nachkochen.

25. Januar 2018

Dresden

Nachdem uns bei unserer letzten Tour nach St. Petersburg der ‚Ostvirus‘ sehr tief ins Herz getroffen hat, haben wir uns als nächstes Reiseziel Dresden ausgesucht. Was hat denn bitte Dresden mit St. Petersburg gemein?

Außer, dass beide Städte zum früheren Ostblock gehörten, eigentlich nichts. Beide Städte hatten den derzeit prominentesten russischen Bürger eine ganze Zeit lang als Bewohner. Der russische Präsident Wladimir Putin wohnte ein paar Jahre in der Dresdener Radeberger Straße 101. Noch 1990 trank er sein Radeberger Bier in seiner Lieblingskneipe ‚Zum Thor‘ in der Dresdener Neustadt.

Viereinhalb Jahre, von August 1985 bis Jahresbeginn 1990, lebte Wladimir Wladimirowitsch Putin in Dresden. Sein Job war damals, als Offizier des russischen Geheimdienstes KGB, Augen und Ohren offen zu halten. Sein Büro war in einer Jugendstilvilla in der Angelikastraße. Nach der Wende ging Putin zurück nach Leningrad, dem heutigen Sankt Petersburg. Und so schließt sich der Kreis der Gemeinsamkeiten beider Städte.

Heute ist die Landeshauptstadt Dresden die erste Adresse für einen gepflegten Kultur- und Sightseeing Trip, auch an einem Winterwochenende. Die Anreise mit der Bahn gestaltet sich sehr entspannt. Der Dresdener Bahnhof ist, für sich betrachtet, schon eine Reise wert.

Das Tor der Stadt bietet eine ganz besondere Atmosphäre zum Flanieren, zum Einkaufen und Genießen. An sieben Tagen in der Woche und quasi rund um die Uhr ist Leben in diesem ‚Einkaufsbahnhof‘, wie ihn die Touristenwerbung nennt.

Leider sind die Stände und Hütten des weltberühmten Dresdner Striezelmarkt schon geschlossen bzw. abgebaut. Man kann sich aber gut vorstellen, dass dort auch am letzten Markttag, am Heiligen Abend, noch richtig was los war.

Einen bequemen, preiswerten Schlafplatz zu finden ist in der Landeshauptstadt kein Problem. Man hat uns das LaLeLu empfohlen. 34,00 Euro haben wir für die Nacht in einem schönen Zimmer mit einem großen Doppelbett bezahlt. Das Mini-Hostel liegt mitten im Herzen des Szene- und Kneipenviertels ‚Äußere Neustadt‘.

Direkt vor der Haustür ist man mitten drinnen in einem aufregenden und spannenden Tages- und Nachtleben. Kneipen, Bars und Restaurants liegen dicht nebeneinander. Kleine Läden, Galerien und Künstlerwerkstätten machen den Rundgang durch Europas größtes Gründerzeitviertel mit seinen wunderschönen Hausfassaden zu einem Spaziergang für Geist und Seele.

Natürlich darf man die touristischen Highlights nicht vergessen. In Dresden ist Kultur angesagt. Die Semperoper, das Opernhaus der Sächsischen Staatsoper, gehört zum Pflichtprogramm. Wer keine Zeit, keine Lust oder kein Geld hat für ein Symphoniekonzert, eine Opern- oder Ballettaufführung, dem sei zumindest eine geführte Besichtigung ans Herz gelegt.

Die barocke Atmosphäre von ‚Elbflorenz’, die Dresdner Altstadt, kann man hervorragend zu Fuß erkunden. Man sollte mindestens einen Tag einplanen, um in die spannende Geschichte der Stadt einzutauchen.

Am Zwinger kommt der Besucher von Dresden nicht vorbei. Er ist die bekannteste Sehenswürdigkeit der Dresdner Altstadt und lädt mit seinem ausladenden Innenhof und dem angrenzenden Garten zu einem ausgedehnten Spaziergang ein.

Kein Dresdenbesuch ist komplett ohne einen Besuch in der Frauenkirche. Die ikonische Kuppel ist das Symbol der wieder aufgebauten Stadt, welche im Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört wurde.

Es gibt in Sachsens Hauptstadt unendlich viel zu sehen. Wir haben uns natürlich auf die Suche gemacht, nach der ursprünglichen ‚DDR-Küche‘, wenn es so etwas überhaupt gegeben hat.

Fündig geworden sind wir direkt vor unserer Haustür, in der ‚Planwirtschaft‘. Eine ‚Heiße Birne‘ mit Zimt und einem großen Schlag Sahne obendrauf, hat uns das ‚Leben gerettet‘ bei dem grausigen Siffwetter, das sich Winter nennt.

Ja und Essen? Eine gehaltvolle Soljanka sollte es schon sein, der Klassiker aus der ehemaligen DDR. Ein säuerlich-scharfer Eintopf, hauptsächlich aus Wurst- oder Fleischresten, die Not machte eben erfinderisch.

Dieses Prinzip gilt natürlich heute nicht mehr und wir waren auf die moderne Variation des Klassikers gespannt. Gut, der Preis war noch ‚DDR-like‘ - 4,90 Euro für einen vollen Teller - da kann man nicht meckern.

Uns hat dieses Gericht wirklich die Seele erwärmt, wie es in der Geschichtsschreibung bekundet wird und super gut geschmeckt. Ob es bei Wladimir Wladimirowitsch Putin den gleichen Effekt hatte, bleibt für ewig verschlossen in den Geheimakten des KGB.

Das Team der gewuerzhelden.de hat jedenfalls beschlossen dieses Gericht, wieder zu Hause, möglichst originalgetreu nachzukochen, mal sehen was daraus wird.

Dresden ist jedenfalls, auch bei schmuddeligem Regenwetter, ein wunderschönes Reiseziel. Das Team der gewuerzhelden.de glaubt, dass sich eine Reise nach Dresden zu jeder Jahreszeit wirklich lohnt und wünscht allen, die wir dafür erwärmen konnten, eine angenehme Reise in die sächsische Hauptstadt und viel Spaß dabei.

16. Januar 2018

Sibirische Pelmeni

Die Winterreise nach Sankt Petersburg sorgte im Nachhinein noch für viel Gesprächsstoff, schon deshalb, weil wir in der einen Woche natürlich nur einen kleinen Ausschnitt dieser wunderschönen Stadt sehen konnten.

Immer wieder landen die Gespräche bei den ‚Stolovayas‘, den Speisesälen der Stadt. Die einfache und schmackhafte russische Küche hat trotz Schlangestehen immer begeistert. Aber das kulinarische Highlight der Reise war zweifelsohne das Essen im ‚Pelmenya‘.

Das kleine, für seine russischen Nudelgerichte bekannte Restaurant, war eigentlich ein Zufallstreffer. Die sibirischen Pelmeni dort haben hervorragend geschmeckt und die Empfehlung des freundlichen Kellners, in dem schön eingerichteten Restaurant, war ein richtig guter Tipp.

Man kann sagen, noch nie haben wir ein so delikates einfaches Nudelgericht gegessen. Wir haben versprochen, diese sibirischen Pelmeni bei uns zu Hause nachzukochen.

Die Köchin des ‚Pelmenya‘ hat uns eine Pelmeni mit Hackfleischfüllung serviert. Angeblich wäre das ein Rezept aus dem 19. Jahrhundert und es sei die Leibspeise von Alexander Puschkin gewesen.

Eigentlich sollte es ja kein Problem sein, diese sibirische Nudelspezialität bei uns zu kochen. Die Fleischfüllung ist einfach vorbereitet. Man nimmt Rinder- und Schweinehack, ungefähr gleich viel und eine kleingeschnittene Zwiebel. Fein abgeschmeckt mit Salz und Pfeffer, die Gewürze kommen wie immer aus dem Shop der gewuerzhelden.de, wird die ganze Masse gut durchgeknetet.

Das Durchkneten ist ein wichtiger Arbeitsschritt, es sorgt dafür, dass sich der Zwiebelsaft gut mit dem Hackfleisch vermischt. Damit die Fleischfüllung schön saftig wird, gibt man beim Durchkneten etwas Wasser dazu.

Das alte Rezept empfiehlt auch dringend, die Fleischfüllung zu einer großen Kugel zu formen und kräftig auf den Tisch zu schlagen. Das sollte man sogar mehrmals wiederholen. Die ‚Schlägerei’ sorgt dafür, dass das Fleisch ganz zart wird.

Den Nudelteig haben wir natürlich selbst gemacht. Aus Mehl, Eier und Wasser ist das keine große Kunst. Mehl in die Schüssel geben, in der Mitte eine Kuhle machen, die Eier dazu und die Küchenmaschine mit den Knethaken schön arbeiten lassen. Nach und nach ein bisschen Wasser dazugeben.

Der Teig muss weich und elastisch sein, er darf aber nicht kleben. Den Teig ein bisschen ruhen lassen und dann auf einer bemehlten Fläche dünn ausrollen. Im alten Rezept steht ein halber Zentimeter als Idealmaß.

Jetzt kommt unsere Hackfleischmasse ins Spiel. Zu kleinen Bällchen gerollt wird das Hackfleisch in Reihe auf dem ausgerollten Teig gleichmäßig verteilt. Mit einem kleinen Glas als Ausstecher wird der Teig mit dem Hackbällchen in der Mitte ausgestanzt. Jetzt wird der Teig zugeklappt, es bleibt ein halbrundes Teigstück mit dem eingeschlossenen Fleischbällchen. Nun muss man nur noch die beiden Enden zueinander biegen und die rohen Pelmeni sind fertig für den Kochtopf.

In das Kochwasser kommt Lorbeerblatt, ein paar schwarze Pfefferkörner, etwas Salz und ein bisschen Petersilie. Auch dafür gibt es in unserem Shop alle nötigen Zutaten bequem per Klick. Wichtig ist, die Pelmeni müssen im Topf gut Platz zum Schwimmen haben, also nicht zu viel auf einmal in den Topf. Nach rund 15 Minuten kommen die Pelmeni mit einem Schaumlöffel auf den Teller.

Serviert werden die Nudeln mit drei kleinen Schälchen zum Eintunken. Eines gefüllt mit saurer Sahne, eines mit geschmolzener Butter und eines mit Essig. Man kann sich lebhaft vorstellen, wie die Winterreisenden am Feuer draußen in der sibirischen Kälte saßen und sich an den heißen Pelmeni erwärmten.

Das Team der gewuerzhelden.de wünscht viel Spaß beim Nachkochen und versprechen, dass die sibirischen Pelmeni auch die Herzen erwärmen. Viel Spaß dabei.

10. Januar 2018

St. Petersburg

Jetzt, um diese Zeit nach Sankt Petersburg? Ja, gerade im Winter spielt die zweitgrößte Stadt Russlands ihre allergrößten Reize aus.

Am finnischen Meerbusen gelegen, an der Mündung der Newa, ist die Millionenstadt Sankt Petersburg gleich auch noch die viertgrößte Stadt Europas.

Mehr als fünf Millionen Einwohner bezeichnen sich heute als Sankt Petersburger. In der Vergangenheit nannte man sie auch schon Petrograder und Leningrader. Aber zu Zeiten der Gründung der Stadt, 1703 durch Peter den Großen, hieß die Stadt schon Sankt Petersburg. Namensgeber war der Apostel Simon Petrus, der Schutzheilige der Stadt und nicht Peter der Große wie man annehmen könnte.

Eigentlich besteht die Stadt aus 42 Inseln. Nicht umsonst hat Sankt Petersburg den Beinamen ‚Venedig des Nordens‘. Rund 28 Kilometer der Newa, dem wasserreichsten Fluss Europas, fließen innerhalb des Stadtgebiets. Sankt Petersburg liegt auf dem selben Breitengrad wie die Städte Oslo, Stockholm und die Südspitze Grönlands, was das vergleichsweise milde Wetter im Sommer erklärt, mit Durchschnittstemperaturen von 19 bis 22 °C. Im Winter sinken die Temperaturen allerdings auf −4 bis −8 °C. Zur Zeit der Sommersonnenwende wird es nachts nie vollständig dunkel. Man nennt die Nächte auch die ‚Weißen Nächte‘ und Weihnachten wird vom 24. Dezember bis 6. Januar am Stück gefeiert.

Ein bisschen abenteuerlich gestaltete sich unsere Anfahrt. Von Berlin hat die Busfahrt mit Umsteigen in Riga schon rund 2 Nächte beansprucht. Dafür hat der Reisepreis nur ein kleines Loch in die Kasse gerissen. Knapp 100 Euro haben wir für ein Ticket berappt. Die modernen Fernreisebusse der ECOLINES sind bequem, mit kostenlosem WiFi ausgestattet und haben ein WC an Bord. Wer beim Busfahren schlafen kann, kommt recht ausgeruht an der Busstation nab. Obvodnogo am Kanala 36 in St. Petersburg an.

Als Unterkunft haben wir uns das mit ‚sehr gut‘ bewertete und sehr preiswerte Hotel Gogol, nur 100 Meter von der Eremitage entfernt, ausgesucht. Für 47 Euro die Nacht ein echtes Schnäppchen.

In der Stadt kann man sich gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln bewegen. Mit der St. Petersburger Metro muss man gefahren sein. Die Metrostationen in St. Petersburg haben ihren ganz besonderen Charme. Ewig lange Rolltreppen führen in die Tiefe. Eine Fahrt kostet 30 Rubel, das sind rund 50 Cent.

Sich gut verpflegen ist recht einfach. Wir haben es zuerst in einem ‚Speisesaal‘ versucht, das ist nämlich die wörtliche Übersetzung von ‚Stolovaya‘. Solche Speisesäle gibt es viele in der Stadt. Genau genommen sind es heute moderne Selbstbedienungs-Restaurants.

Das Essen ist in Glasvitrinen aufgebaut und man nimmt auch wie in der Selbstbedienungskantine heraus, was man essen will. Das hat den Vorteil, dass man auch ohne russische Sprachkenntnisse weiterkommt.

Zuerst stehen da die Vorspeisen und Desserts in den Vitrinen. Das warme Essen wird vom Personal, wenn man auf das entsprechende Muster deutet, auf den Teller geladen. Angeboten werden Speisen aus der einfachen und schmackhaften russischen Küche. Oft ist es in den ‚Stolovayas‘ rappelvoll und die Schlangen stehen lang.

Zum Schluss kommen die Getränke und die Kasse. Das Ganze ist sehr preisgünstig. Alkoholische Getränke zum Essen werden auch überall angeboten. Die Selbstbedienungs-Restaurants haben eine solide russische Möblierung, die schon sehr an frühere Zeiten erinnert, ein echtes Stück Sowjet-Nostalgie.

Über das touristische und kulturelle Angebot der Weltstadt könnte man viele eigene Blogs schreiben. Es gibt ein paar Dinge, die man nicht versäumen sollte. In der Eremitage, einer der bedeutendsten Kunstgalerien der Welt, sollte man unbedingt eine Führung mitmachen. Den Newski-Prospekt, die schönste Prachtstraße von St. Petersburg, sollte man ebenso wenig auslassen, wie die Peter-und-Paul-Festung und Smolny-Kathedrale.

Wie gesagt, alleine zur Aufzählung bräuchte es einen eigenen Blog - bleiben wir also beim Essen. Es gibt neben den ‚Stolovayas‘ natürlich unzählige kleine Restaurants mit russisch, osteuropäisch oder ukrainisch geprägter Küche.

Wir sind in der Nähe des Fabergé-Museums bei ‚Pelmenya‘ gelandet. Das kleine, schön eingerichtete Restaurant ist für seine russischen Nudelgerichte bekannt.

Die Kellner waren auf Zack und sehr freundlich, das hat uns die kurze Wartezeit auf einen freien Tisch angenehm verkürzt. Man hat uns die russische Nudel-Spezialität Pelmeni empfohlen. Man kann sagen, noch nie haben wir ein solches delikates Nudelgericht gegessen.

Gedacht war dieses sibirische Gericht ursprünglich als Reiseproviant. Zu Hause vorbereitet, in der sibirischen Kälte ist es ohnehin auf den Schlitten im Winter eingefroren, war die Haltbarmachung kein Problem. Unterwegs hat man dann einfach ein Feuer angezündet, einen Topf Schnee geschmolzen und über dem Feuer zum Kochen gebracht, die gefrorenen Pelmeni darin gegart und heiß gegessen. Bei den Winterreisen durch Sibirien ein wahrer Segen.

Uns haben die Pelmeni auch in der warmen Wirtsstube geschmeckt und wir haben beschlossen, dieses sibirische Nudelgericht bei uns zu Hause nachzukochen.

Sankt Petersburg ist gerade im Winter ein wunderschönes Reiseziel. Das Team der gewuerzhelden.de glaubt, dass sich eine Reise besonders in der Winterzeit wirklich lohnt und wünscht allen, die wir dafür erwärmen konnten, eine angenehme Reise und viel Spaß dabei.