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28. Juni 2017

Hamburg

Gerade jetzt einen Städtetrip nach Hamburg zu unternehmen ist vielleicht nicht die beste Idee. G20 hat die ganze Stadt in Beschlag genommen.

So ist das Luxushotel Vier Jahreszeiten z.B. vom saudischen König Salman und seinem Gefolge vollständig gebucht, keine Aussicht auf ein Bett. Aber wir wollten ja ohnehin nicht die ganze Kohle für ein Bett ausgeben.

Wenn die ‘Show’ beendet ist, wirds auch wieder ruhiger in Hamburg. Wer Hamburg besucht, besucht ja nicht nur eine Stadt, sondern ein ganzes Bundesland. Und weil das Wappen der Stadt ein stilisiertes Tor zeigt, sagt man auch ‚Hamburg - das Tor zur Welt‘.

Hamburg ist bequem mit dem PKW zu erreichen und natürlich auch mit der Bahn. In der Stadt selbst bewegt man sich stressfrei mit dem Hamburger Verkehrsverbund. Eine Fahrkarte - ein Fahrplan, das gilt nicht nur in Hamburg, sondern auch in weiten Teilen des Hamburger Umlandes. Man kann alle Verkehrsmittel nutzen, in diesem weltweit ersten Verkehrsverbund.

Schlafen in Hamburg muss kein Vermögen kosten. Auf den Seiten von german.hostelworld gibt es z.B. mitten in St.Pauli das gut bewertete Backpackers St. Pauli mit Betten ab knapp 15 Euro die Nacht.

In St. Pauli, da sind wir ja schon mitten drin. St. Pauli, das ist nicht nur der FC St. Pauli, sondern ein Stadtteil im Bezirk Hamburg-Mitte. Weit über die Grenzen Hamburgs hinaus bekannt ist die Reeperbahn, die zentrale Straße im Vergnügungs- und Rotlichtviertel.

Café Keese, die Kneipe ohne Fenster ‚Zur Ritze‘, die unterschiedlichsten Lokalitäten wie die ‚Große Freiheit‘ oder den Hans-Albers-Platz muss man gesehen haben. Die bekannteste deutsche Polizeiwache, die Davidswache, gehört auf alle Fälle zu den wichtigen Stationen bei einem Besuch.

Wem die etwas gehobenere Unterhaltung mehr schmeckt, der sollte das Panoptikum, ein Wachsfigurenkabinett, das St.-Pauli-Theater oder Schmidts Tivoli besucht haben. Nur zu Fuß zu betreten, aber auf jeden Fall einen Rundgang wert, ist die parallel zur Reeperbahn verlaufende Herbertstraße. Zwei Sichtblenden verdecken die direkte Einsicht in die weltbekannte Bordellstraße.

Die Hafencity, Hamburgs jüngster und modernster Stadtteil, ist nicht nur wegen der neuen Elbphilharmonie einen Besuch wert. Der Kontrast zwischen den alten Backstein-Kontorhäusern, modernen Büro-Bauten mit viel Glas und Stahl und den neuen Wohnquartieren ist ein Fest für die Augen.

Wer seine durch günstige Übernachtung eingesparte Kohle in kurzer Zeit loswerden will, dem ist ein Gang über den Überseeboulevard in der Hafencity anzuraten. Eine Fußgängerzone mit vielen kleinen Geschäften, Restaurants und Galerien, Geld ausgeben ist dort ein Kinderspiel.

Für Kunst scheinen sich viele Besucher der Hansestadt zu interessieren. Malerei, Zeichnung, Grafik, Fotografie, Skulptur, Architektur und Videokunst, für jede Richtung wird in Hamburg etwas geboten.

In der Stadt finden sich zahlreiche deutsche und internationale Restaurants, in denen man köstlich schlemmen und gemütlich sitzen kann, auch für den kleinen Geldbeutel. Street Food gibt es in Hamburg ohnehin an jeder Ecke, verhungern muss in der Hansestadt keiner.

Labskaus sollte man auf jeden Fall einmal versucht haben. Das traditionelle Seemannsgericht gehört zu Hamburg wie der Hafen und die Reeperbahn. Richtigerweise besteht das Labskaus neben Rindfleisch aus Zwiebeln, zerstampften Kartoffeln und Rote Beete. Die Roten Beete sorgen für die kräftige Rotfärbung auf dem Teller. In der Alt Helgoländer Fischerstube am Fischmarkt bekommt man eine Probierportion für zaghafte 7,80 Euro.

Das Team der gewuerzhelden.de wünscht, dass der Wochenendtrip nach Hamburg zu einem unvergesslichen Erlebnis wird. Das Rezept für den Original ‚Hamburger Labskaus‘ wird nachgereicht, versprochen.

25. Juni 2017

Saumagen

Außerhalb der Pfalz rümpfen viele die Nase, wenn sie ‚Saumagen‘ hören. Für Helmut Kohl, von 1982 bis 1998 der sechste Bundeskanzler der Bundesrepublik, war der ‚Pfälzer Saumagen‘ einfach nur eine regionale Spezialität, die er gerne mochte. Der ‚Deidesheimer Hof‘ war ein Restaurant, das sich zur damaligen Zeit gerade den jüngsten Zwei-Sterne-Koch, Manfred Schwarz, in die Küche holte.

Eine Zeitungsnotiz darüber brachte den Kanzler auf die Idee, seinen Staatsgästen deftige Hausmannskost in der Provinz zu servieren. Die britische Premierministerin Margaret Thatcher war die erste, die daran glauben musste. Man wusste, dass sie sich mit Kohl nicht sonderlich gut verstand. Es ist überliefert, dass ihr der ‚Pfälzer Saumagen' super geschmeckt hat. Ob sich danach das persönliche Verhältnis von Thatcher und Kohl wesentlich gebessert hat ist allerdings nicht überliefert.

Der ‚Pfälzer Saumagen‘ machte jedenfalls international Karriere. Kohl hat die halbe politische Weltgeschichte an die Töpfe des Deidesheimer Hofes gebracht und alle machten Bekanntschaft mit dem ‚Nationalgericht’. Dem spanische König Juan Carlos wurde die Edelversion, mit Trüffeln verfeinert, serviert.

Das Originalrezept stammt von Manfred Schwarz und gute Zutaten sind am wichtigsten. Man braucht dazu Schweinefleisch vom Nacken oder aus der Schulter, Kartoffeln, Mett o. Bratwurstbrät, Salz, Pfeffer, Muskat, getrockneten Majoran, etwas Koriander, Nelkenpulver, Thymian, etwas gemahlen Kardamom, getrocknetes Basilikum, Lorbeer und Zwiebeln.

Alle Gewürze gibt es im Internetshop bei den gewuerzhelden.de per Mausklick einfach und schnell zu bestellen. Den leeren Saumagen muss man sich beim Metzger seines Vertrauens vorbestellen, sollte aber kein Problem sein.

Das Fleisch wird in grobe Würfel geschnitten. Die Kartoffeln geschält und ebenfalls in grobe Würfel geschnitten. Fleisch, Kartoffeln und Mett oder Brät wird gut vermischt und mit den Gewürzen abgeschmeckt.

Jetzt wird der Saumagen vom Metzger, nach gründlichem Auswaschen und Abbinden, mit der vermischten Masse gefüllt. Aber Achtung, nicht zu prall füllen sonst platzt das gute Stück im heißen Wasser.

In einem großen Topf mit Salzwasser wird der Saumagen bei geringer Hitze rund drei Stunden gegart, aber keinesfalls kochen lassen.

Den Saumagen aus dem Sud nehmen, abtropfen und vor dem Aufschneiden etwas abkühlen lassen. Erst am Tisch wird der Saumagen angeschnitten. Dazu gibt es frisches Bauernbrot, Kartoffelpüree oder ganze Kartoffeln, Grumbeeren wie die Pfälzer sagen. Ein gutes Wein-Sauerkraut gehört dazu und natürlich Wein. Die Pfälzer sind bestimmt nicht sauer, wenn wir Frankenwein dazu trinken.

Es gibt eine Variation dieser Spezialität, bei der die Scheiben vom Saumagen noch in Butterschmalz knusprig gebacken werden. Das ist aber wohl eher gedacht, wenn Reste vom Saumagen übrigbleiben.

Das Team der gewuerzhelden.de wünscht guten Appetit und viel Spaß beim Ausprobieren der ‚Pfälzer Küch‘.

21. Juni 2017

Heidelberg

Jeder Ami, jeder Japaner und jeder Tourist aus China hat Heidelberg gesehen, bevor er nach Hause fährt. Schon der Romantiker Joseph von Eichendorff schwärmte von der Schönheit Heidelbergs. Heidelberg war und ist die Stadt der Universitätsbildung. Die Ruprecht-Karls-Universität ist die älteste deutsche Uni. Heute liegt der Reiz der Stadt in der Mischung aus studentischer Szene und der modernen Frische einer innovativen Stadt.

Mittelalterliche Postkartenmotive der Stadt gehen als Fotos um die ganze Welt. Die Schlossruine oberhalb des Neckars ist das Sinnbild der Romantik. Die ‚Alte Brücke‘ Heidelbergs, eigentlich heißt sie Karl-Theodor-Brücke, aus Neckartäler Sandstein 1788 gebaut von Kurfürst Karl Theodor, gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten.

Den Philosophenweg über den Südhang des Michelsberges muss man gegangen sein. Gemütlich dauert die kleine Wanderung rund eine Stunde. Dichter und Denker wie z.B. Eichendorff und Hölderlin hatten auf diesem Weg die besten Einfälle. Belohnt wird man mit der herrlichen Aussicht auf die Altstadt und das Schloss. Dieser Weg zieht seit Jahrhunderten immer wieder berühmte Persönlichkeiten an.

Nach Heidelberg ist man von Würzburg aus mit der Bahn in rund zweieinhalb Stunden gereist. Eine günstige Alternative zum Hotel bietet die Jugendherberge Heidelberg. Rucksacktouristen aus der ganzen Welt, Schulklassen und Familien sind heute in diesen Häusern besonders häufig anzutreffen.

Die Mobilität in der Stadt ist mit den eigenen Füßen am besten zu bewerkstelligen. Die Straßenbahnen sind ein beliebtes und günstiges Verkehrsmittel, wenn einem zwischendurch die Füße etwas zu schwer werden. Die Linien 5 und 23 halten am Kapellenweg. Die Linie 5 auch direkt am Hauptbahnhof.

Die eigene Verpflegung ist in Heidelberg kein Kunststück und manchmal sogar umsonst. So bekommt der Gast in der ‚Bier Brezel‘ zu seiner Bierbestellung traditionell eine Brezel geschenkt. Die ‚Bier Brezel‘ gehört zu den schönsten Lokalitäten der Heidelberger Hauptstraße. Man glaubt sich in eine andere Zeit versetzt, wenn man zum Selbstzapfen am Bierbrunnen steht. Lodernde Holzscheite in offenen Öfen schaffen im Winter und in der Übergangszeit eine urgemütliche Atmosphäre.

Unter den Touristen und internationalen Reisegruppen hat die ‚Bier Brezel‘ durch das originale Rittermahl eine hohe Bekanntheit. Gegessen wird mit den Fingern und die Getränke werden aus Hörnern gereicht.

Aber es gibt in der Stadt auch eine wunderbare Street Food Szene. Am bekanntesten ist der Street Food Market in der Bahnstadt. Von mexikanischen Tacos über nigerianisches Fufu bis hin zu chinesischem Gua Bao oder belgischen Waffeln, auf dem Street Food Market in der Bahnstadt kommen jeden Freitag die verschiedensten Esskulturen der Welt zusammen.

Aber für mindestens eine originale Spezialität der ‚Pälzer Küch‘ sollte man ein gutes Gasthaus aufsuchen, zum Saumagenessen. Schon Kanzler Helmut Kohl hat sogar hohe Staatsoberhäupter zum Saumagenessen in seine Heimatstadt Oggersheim eigeladen. Das 23.000 Einwohnerstädtchen gehört zwar zu Rheinland-Pfalz, aber beim Essen sind sich die ‚Pälzer’ einig, denn die Heidelberger fühlen sich heute immer noch als Kurpfälzer.

Diese Spezialität ist ein Essen, das, so man sich traut, gut selbst zuzubereiten ist. Die geschmackliche Bandbreite sorgt vor allem in Gesellschaft für Laune. Um ein Wochenende in Heidelberg nicht nur zu einem Touristen-Marathon werden zu lassen, ist die Einkehr beim Saumagen sehr zu empfehlen.

Das Team der gewuerzhelden.de wünscht, dass der Wochenendtrip nach Heidelberg zu einem unvergesslichen Erlebnis wird. Das Rezept für den Original ‚Pälzer Saumagen‘ wird nachgereicht, versprochen.

18. Juni 2017

Wiener Schnitzel

Wie versprochen, haben wir versucht nach unserem unvergesslichen Wientrip ein echtes Wiener Schnitzel zu kreieren. Wichtigste Voraussetzung: echtes Kalbfleisch. Kein Weg führt am Metzger des Vertrauens vorbei, so auch in unserem Fall. Alle abgepackten Supermarkt-Schnitzel sind bei näherer Betrachtung durchgefallen.

Das Fleisch aus der Keule (Oberschale) vom Kalb darf nur im Schmetterlingsschnitt vorbereitet sein und wird dann aufgefaltet. Ganze vier, maximal fünf Millimeter sollte es dick sein. Ein mageres Stück Kalbsfleisch muss es sein, ohne Fett oder Sehnen. Das Fleisch wird vor dem Plattieren mit einer Frischhaltefolie bedeckt und dann am besten mit einem Topf vorsichtig platt geschlagen. Einen ordinären Fleischklopfer zu benutzen wäre ein unverzeihlicher Fauxpas.

Es gibt viele gute Gründe dafür, dass ein Wiener Schnitzel eine Pflichtaufgabe für jeden anspruchsvollen Koch ist. Das ‚platte‘ Schnitzel, auf Zimmertemperatur gebracht, wird leicht gesalzen und in Mehl gewendet. Auf einem weiteren Teller wird ein Ei aufschlagen und mit einem Schuss Sahne mittels einer Gabel verquirlt. Vom Mehlbad wandert das Schnitzel ins Eibad, um anschließend in frisch geriebenen Semmelbröseln gewendet zu werden.

Der größte Fehler, den man machen könnte, wäre, die Semmelbrösel anzudrücken. Vorbei wäre es mit der luftigen, gut soufflierenden Panade. Sie soll das Schnitzel nach dem Backen nur locker umhüllen. Über die Frage, ob das Ei ebenfalls gesalzen und evtl. sogar gepfeffert werden soll, streiten sich die Obergurus der Sterneküche schon lange. Wir haben uns für die puristische Version ohne alles entschieden, denn wir haben ja das Fleisch vor dem Mehlbad schon mit ausreichend Salz gewürzt.

Die Semmelbrösel sind übrigens das Geheimnis der krossen Panade. Wer für seine selbstgeriebenen Semmelbrösel richtig kross gebackene Semmeln verwendet, ist mit einem hohen Anteil von braunen Teilen in den Bröseln auf der sicheren Seite. Diese Teile können nämlich wenig bis gar kein Fett aufnehmen und werden deshalb auch nicht weich oder lätschert (wie die Wiener sagen).

Jetzt kommt das Schnitzel sofort in die heiße Pfanne. Nur echtes Butterschmalz ist einem richtigen Wiener Schnitzel angemessen. Es soll im Fett schwimmen können und das Butterschmalz muss die richtige Temperatur haben. Perfekt sind 170 Grad. Profis messen das mit einem Digitalthermometer nach.

Bei dieser Hitze wird das Fleisch gar und die Panade knusprig, ohne dass sie verbrennt. Während des Backens wird das Schnitzel ein paar mal leicht in der Pfanne hin und her geschwenkt.

Zusätzlich wird mit einem Esslöffel immer wieder Fett aus der Pfanne auf die Oberseite des Schnitzels geschöpft. Nachdem die Unterseite goldgelb gebacken ist, wird das Fleisch vorsichtig gewendet und zu Ende gebacken.

In Wien wurde uns einfach nur Kopfsalat dazu serviert. Eine Garnitur aus einer dünnen Zitronenscheibe und etwas Petersilie rundeten das perfekte Wiener Schnitzel ab.

Dass für das perfekte Wiener Schnitzel keine Gewürze außer Salz gebraucht werden, ist zwar für das Business der gewuerzhelden.de nicht dienlich. Aber versprochen ist versprochen und Salz ist nicht gleich Salz. Im Internetshop der gewuerzhelden.de gibt es eine reiche Salz-Auswahl.

Das Team der gewuerzhelden.de wünscht guten Appetit und viel Spaß beim Nachkochen dieses österreichischen Nationalgerichts.

14. Juni 2017

Wienreise

Man muss nicht unbedingt Sissi-Fan sein, um nach Wien zu reisen. Das Aushängeschild des österreichischen Kaisertums ist die Stadt aber immer noch. Maria, Theresia, Elisabeth und Antoinette sind heute noch beliebte Mädchennamen in Österreichs Hauptstadt.

Bei einem Kurzurlaub in Wien, bei der Besichtigung der berühmten Hofburg und Schloss Schönbrunn, kann man viel über die Geschichte der Stadt erfahren. Beim Rundgang durch die historischen Räumlichkeiten fühlt man sich auch heute noch in die Zeit der Habsburger zurück versetzt.

In der Spanischen Hofreitschule zeigen selbst die berühmten Lipizzaner noch überaus höfische Manieren.

Für Opern- und Theaterfreunde lohnt sich das Wandeln auf den Spuren von Mozart, Haydn und Beethoven, alle haben in Wien gewirkt und die Kulturlandschaft bis heute geprägt.

Einmal mit dem historischen Riesenrad fahren und durch den Prater bummeln gehört zum Pflichtprogramm. Nach Wien reist man bequem mit der Bahn. Ab Frankfurt kann man für knappe 90 Euro in rund 7 Stunden gemütlich reisen.

In Wien selbst braucht man kein Auto. Ein gut ausgebautes öffentliches Nahverkehrsnetz und ein sehr gutes Radwegenetz lässt die Erkundung der Stadt zum Genuss werden. Neue Rad- und Fußgängerwege sorgen für Sicherheit. Wien ist lt. Greenpeace die klimafreundlichste Stadt Österreichs.

Für eine preiswerte Unterkunft muss es nicht unbedingt ein Hotelzimmer sein. Komfort bieten auch die Wiener Hostels, Jugendherbergen und Campingplätze, ab 12 Euro für eine Übernachtung.

Die Jugendherbergen sind längst nicht mehr nur für Teens geeignet. Die Wiener Herbergen stellen rund 4.600 Betten zur Auswahl. Von der einfachen Turmherberge, bis zu den großen, komfortabel ausgestatteten Jugendgästehäusern ist für jeden Geschmack etwas Passendes dabei.

In Wien ist noch keiner verhungert. Auf teure Restaurants ist man nicht angewiesen, Würstelstände haben eine lange Tradition. Besonders beliebt waren und sind die von Johann Georg Lahner schon 1805 kreierten beliebten Frankfurter Würstel. Außer in Wien heißen sie überall auf der Welt Wiener Würstel. Die Würstelstände sind bis heute Teil des Stadtbildes und eines der kulinarischen Markenzeichen von Wien. Aber Wien hat sich schön langsam weiter entwickelt zur Street Food Metropole mit internationalem Anspruch.

Angefangen hat das schon im 19. Jahrhundert. Wiener Weinbergschnecken waren das erste Straßenessen, man nannte sie auch Wiener Austern. Hinter der Peterskirche befand sich sogar ein eigener Schneckenmarkt. Die Wiener Schnecken können heute wieder bei zahlreichen Street-Food-Märkten versucht werden, gebacken oder mit Speck gebraten zum Weinkraut.

Auf den Straßen herrscht lebendiges Treiben. Überall brodelt es in den Töpfen der Stände und Imbissbuden, in Woks und auf den Grills wird gebruzzelt.

Ein Gericht ist aber ein unbedingtes Muss: ein echtes Wiener Schnitzel. Das dünne, panierte und ausgebackene Schnitzel aus reinem Kalbfleisch gehört zu den bekanntesten Spezialitäten der Wiener Küche. Dazu der Wiener Heurige, Wein vom aktuellen Jahrgang, der traditionell bis zum 11. November (Martini) so genannt werden darf. Zahlreiche Lieder wurden dem Heurigen gewidmet und wenn man so nach dem zweiten Glas in einem lauschigen Gärtchen still am Tisch sitzt, hört man die Melodien, die einem nicht mehr aus den Ohren gehen. Für das Herz und das Gemüt ist eine Wienreise unabdingbar.

Das Team der gewuerzhelden.de wünscht eine schöne Städtetour und guten Appetit bei den Wiener Streetfood Spezialitäten. Das Rezept für das Original Wiener Schnitzel wird nachgereicht, versprochen.