Gewürze aus aller Welt

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Tallinn

19. September 2017

Rom, Paris oder London sind die Wunsch-Ziele für einen Wochenendtrip, aber Tallinn? Wo ist das überhaupt?

Wer auf der Ostsee Richtung St. Petersburg schippert, der sieht steuerbords Tallinn vorbeiziehen.

Tallinn ist die Hauptstadt von Estland, hat rund 420.000 Einwohner. Den Teil der Ostsee, an dem die Stadt liegt, nennt man den ‚Finnischen Meerbusen‘. Nach Helsinki sind es gerade mal 80 Kilometer Richtung Norden.

Tallinn ist eine wahre Schönheit des Baltikums. Die Symbiose zwischen Geschichte und Moderne ist nirgendwo auf dieser Welt besser zu sehen.

Tallinn, bis 1918 trug die Stadt amtlich den Namen Reval, hat eine lange Geschichte als wichtige Hansestadt. Heute ist die Stadt begehrtes Ziel für Kreuzfahrer und Partypeople aus aller Welt. Tallinn war 2011 Europäische Kulturhauptstadt.

Wer nicht mit dem Flugzeug reisen will, der kann bequem mit dem Fernbus der Euro Lines für 118 Euro z.B. von Kassel nach Tallinn fahren. Ziel ist die Busstation an der Lastekodu 46, das ist zwar draußen in der Nähe des Stadions, aber in die Altstadt ist es nicht weit.

Tallinn ist flächenmäßig keine große Stadt. In der Innenstadt kann man sich leicht und bequem zu Fuß bewegen. Eine Erkundung auf ‚Schusters Rappen’ lohnt sich auf jeden Fall. Auf den öffentlichen Bus-Verkehr ist man dabei nicht angewiesen. Für die Bewohner von Tallinn ist der öffentliche Nahverkehr übrigens kostenlos.

Auffällig ist, dass in Tallinn das Internet überall über WLAN kostenlos zugänglich ist. In Sachen Digitalisierung ist Tallinn Weltspitze. Kein Wunder, hier haben ein paar Nerds Skype erfunden.

Die kleinen Gassen der Altstadt, mit den winzigen, winkelschiefen Häuschen, sind schon alleine einen ausgiebigen Spaziergang wert.

In dem Moment, in dem man das alte Kopfsteinpflaster unter den Füßen fühlt, sieht man sich sofort ins Mittelalter versetzt. Viele Künstler und Handwerker haben sich in der Altstadt niedergelassen.

Überall bieten urige Cafés und Restaurants Reize für Augen und Gaumen. Noch bis kurz vor Ende des 18. Jahrhunderts war Deutsch die Sprache der Tallinner. ‚Kiek in de Kök‘, ein ehemaliger Kanonenturm, ist so ein Überbleibsel aus dieser Zeit. Einen ‚Blick in die Küche‘ hatten die Turmwachen den Turm von Anfang an genannt, heute gibts dort oben ein Café. Die estländische Küche ist für ihre leckeren Kuchen bekannt. Schon alleine wegen der Aussicht lohnt sich ein Besuch. Es gibt aber noch einige Türme mehr rund um die Altstadt. Der ‚Lange Herrmann‘ oder die ‚Dicke Margarethe‘, alle waren einst zur Verteidigung der Stadt gedacht.

Ein absolutes ‚Must‘ ist der Besuch der Alexander-Newski-Kathedrale mit ihren charakteristischen Zwiebeltürmen. Das Kircheninnere ist reich gefüllt mit wertvollen Ikonen, Gold und Gemälden.

Stärkster Magnet für junge Leute ist das Nachtleben. Mit ein paar Schritten kann man von einer Party zu nächsten gehen, das Publikum ist international. Das Partyleben konzentriert sich aber auf das Wochenende.

Verhungern muss in dieser Stadt bestimmt keiner. Die estnische Küche ist traditionell sehr deftig. Schweinshaxe mit Sauerkraut ist quasi Fastfood.

Erst bei den Süßspeisen kommt Nationales ins Spiel. Ein ‚Mulgi Korbid‘ ist ein Quarkkuchen auf Mulgi-Art, den sollte man keinesfalls auslassen.

Schweinskopf mit gelben Erbsen hätten wir auch gerne mal probiert, das wird in unserer Kneipe allerdings nur zum Weihnachtsfest serviert. Ein weiteres traditionelles Weihnachtsessen sind Schweine- oder Gänsebraten mit Sauerkraut und Blutwürsten, also auch an den Festen gibt es richtig deftig.

Schnäpse sind zu solchen Speisen direkt ‚medizinisch‘ notwendig. Es gibt sie in vielen Varianten - Ebereschen-, Sanddorn- oder Fichtensprossen-Schnaps sind nur eine kleine Auswahl der außergewöhnlichen Spezialitäten. Der bekannteste Alkohol Estlands ist ‚Vana Tallinn‘. Der Likör ist aber eher als Mitbringsel geeignet.

Eine Art Nationalgericht, was wir vor Ort probiert haben, ist Mulgikapsad. Ein Fleischgericht in Mamutportionen, auch wieder mit Sauerkraut, nichts für die schlanke Linie.

Wir haben uns dieses Mulgikapsad genauer angesehen und werden es zu Hause, wie immer, versuchen nachzukochen.

Das Team der gewuerzhelden.de ist sich ganz sicher, dass der Trip nach Tallinn zu einem unvergesslichen Erlebnis wird und wünscht gute Reise.

Ravioli mit Salsiccia-Füllung

14. September 2017

Die italienische Bratwurst Salsiccia ist bei uns nicht ganz einfach zu beschaffen. Die pikant gewürzte Wurst aus magerem Schweinefleisch und Speck haben wir als Füllung für die Ravioli in San Marino entdeckt. Der Küchenchef im Il Beccafico hat uns dankenswerterweise hinter die Geheimnisse seiner Ravioli blicken lassen.

Verhältnismäßig einfach ist die Zubereitung des Teiges für die Ravioli. Mit dem bekannten Camping-Futter, dem Dosenravioli, haben die Selbstgemachten nicht die entfernteste Ähnlichkeit. Es liegen Welten zwischen den frischen Ravioli und der Dosen-Variante.

Aber eines ist klar, Dosen aufmachen geht schneller. Handwerklich gemachte Ravioli kosten Zeit. Das wichtigste ist der Teig. Normales Weizenmehl vom Type 405 bereitet keine Beschaffungsprobleme. Auf Anregung des Küchenchefs haben wir das Mehl vor der Verwendung durchgesiebt, der Teig wird dann wesentlich elastischer.

In der Originalküche wird dafür das italienische Weizenmehl vom Typ 00 verwendet. Wer’s ganz genau machen will, kann dieses Mehl auch im Netz bestellen. Die Elastizität des Teiges ist eine wichtige Voraussetzung für das spätere Befüllen. Der wichtigste Rat vom Profi aus San Marino war die Menge der Eier. Grundsatz ist: Pro 100 gr Mehl 1 großes Ei. Ein gutes, natives Olivenöl ist die nächste wichtige Zutat. Das Olivenöl der ersten Güteklasse ist perfekt dafür geeignet.

Die Eier dürfen nicht kühlschrankkalt sein, also vorher rechtzeitig auf Zimmertemperatur bringen. Auch das Wasser für den Teig sollte handwarm sein. Fünf bis zehn Minuten sollte man für die Knetarbeit einplanen. Der Ravioliteig muss viel klebriger als normaler Nudelteig sein. Der ‚amtliche‘ Test ist, wenn man den Teig mit dem Finger leicht eindrückt, muss er sich nach kurzer Zeit wieder ausdehnen. Jetzt braucht der Teig noch eine halbe Stunde Ruhe, eingewickelt in Frischhaltefolie, damit er nicht antrocknet.

Wahre Küchenkünstler nehmen jetzt das gute, alte Nudelholz zur Hand und auf geht’s. Etwas Mehl aufs Holz und immer schön rollen.

Die Kunst besteht darin, dass die Teigstücke nicht zu dick sind, 2-3 mm sind ideal. Zum Ausstechen haben wir uns einen Ravioli-Stempel organisiert, das funktioniert so ähnlich wie bei den Weihnachtsplätzchen.

Jetzt kommt die Füllung an die Reihe. Die Salsiccia haben wir uns im Netz besorgt, alle regionalen Nachfragen sind leider im Sand verlaufen. Die Haut wird vorsichtig abgepellt, übrig bleibt das Brät und das füllen wir in die Ravioli, dazu kommen noch ein paar Krümmel Parmesan. Jetzt werden die Ravioli zusammengeklappt und an den Rändern mit ein paar Tropfen Wasser befeuchtet. Das typische Raviolimuster entsteht, wenn man die Ränder mit der Gabel vorsichtig andrückt.

In einem großen Topf bringen wir Salzwasser zum Kochen. Das Wasser sollte leicht köcheln und in rund 7 Minuten schwimmen die Ravioli oben und sind fertig.

Für die Tomatensauce verwenden wir geschälte Dosentomaten. Die kleinen Vogelaugen-Chilis schneiden wir möglichst klein und schwitzen sie zusammen mit etwas granuliertem Knoblauch, ebenfalls aus dem Shop der gewuerzhelden.de, an. Mit Rotwein abgelöscht und den Dosentomaten, etwas Salz und Pfeffer, kurz aufgekocht, ergibt das die perfekte Tomatensauce.

Serviert mit möglichst frischen Thymianzweigen haben wir das Nationalgericht aus San Marino perfekt auf den Tisch gebracht. Ist kein frischer Thymian zu haben, kann man auch den gerebelten Thymian aus dem Shop zum Garnieren verwenden. Zu guter Letzt noch ein bisschen Parmesan darüber streuen und die Erinnerung an unseren San Marino Ausflug ist perfekt. Die Profis der gewuerzhelden.de wünschen guten Appetit.

San Marino - großer Zwerg

8. September 2017

Durch die bezaubernde Landschaft der Emilia Romagna führt die Straße über steile Serpentinen hinauf nach San Marino. Der Zwergstaat, unweit von Rimini, liegt mitten in Italien.

Schon die Fahrt über die Serpentinen liefert atemberaubende Ausblicke. Dann taucht sie auf, ein Bild wie aus dem Märchenbuch, die Altstadt von San Marino auf dem Gipfel des Monte Titano.

Blauer Himmel und tiefblaue Adria gehören untrennbar zu dieser Postkartenidylle. Man glaubt, die Beliebtheit von San Marino liegt daran, dass sie hier wohl Urlaubswetter abonniert haben. Nicht umsonst wird die kleine, älteste Republik der Erde auch La Serenissima genannt. Frei übersetzt bedeutet das die Steigerung von ‚Durchlaucht‘, also am ‚Allerdurchlauchtesten‘.

In San Marino wird italienisch gesprochen und mit dem Euro bezahlt. Die Anreise ist eigentlich nur mit dem Auto sinnvoll. Einen Parkplatz findet man im Parkhaus gleich an der Piazza delle Nazioni Unite. Man könnte natürlich auch mit dem Bus von Rimini nach San Marino fahren.

San Marino nur als Tagesausflug zu betrachten wird dem Ziel nicht gerecht. Erst am Abend, wenn die Massen von Tagestouristen die Altstadt verlassen haben, zeigt die Stadt ihre Schokoladenseite. In den Straßen und Gassen wird es still. Zur Übernachtung wird von den Travelprofis das kleine kuschelige Hotel La Grotta mitten in der Altstadt empfohlen. Aktuell gibt es eine Übernachtung mit einem sehr leckeren Frühstücksbüffet ab 63 Euro. Das beste an diesem Haus ist, die Zimmer haben alle einen Balkon mit einem echt geilen Postkartenausblick.

Am nächsten Morgen kann es dann losgehen, lange bevor die Touristen über die Stadt herfallen. Die Altstadt liegt auf dem Monte Titano. Daneben gibt es noch drei weitere Gipfel: den Rocca Guaita, den Rocca della Fratta und den Rocca Montale. Dort wurden schon im Mittelalter Festungen gebaut. Die Festungstürme sind durch Gänge miteinander verbunden. Der schönste Turm ist der Rocca Guaita. Hier gibt es ein interessantes Waffenmuseum zu besichtigen, im zweiten Turm ein Museum für den Staatsgründer San Marino. Von überall genießt man einen traumhaften Ausblick.

Ein Spektakel, das man keinesfalls versäumen sollte, ist die tägliche Wachablösung vor dem Palazzo Pubblico, dem Regierungspalast.

Auch in San Marino muss niemand verhungern. In den vielen kleinen Bars gibt es den Klassiker der Emilia Romagna: Piadina, das belegte Fladenbrot, richtig lecker in verschiedensten Varianten.

Für das Abendessen haben wir uns für Ravioli mit Salsiccia-Füllung entschieden, dazu Tomatensauce und frischen Thymian. Zum Essen passt hervorragend ein Ribolla di San Marino.

In San Marino wird heute auf rund 200 Hektar von rund 300 Winzern, organisiert in der Winzergenossenschaft Consorzio Vini Tipici di San Marino, Wein angebaut.

Wir haben uns mit dem Küchenchef im Il Beccafico unterhalten und werden versuchen dieses ‚Nationalgericht‘ von San Marino bei uns zu Haus nachzukochen.

Das Team der gewuerzhelden.de ist sich ganz sicher, dass der Trip nach San Marino zu einem unvergesslichen Erlebnis wird und wünscht gute Reise.

Paella

3. September 2017

Paella ist bei weitem nicht gleich Paella. Was einem so oft in Restaurants oder in den Tiefkühlregalen der Supermärkte unter dem Titel ‚echt spanische Paella‘ angeboten wird, ist bestenfalls Reis mit Zutaten. Ein Valencianer würde beim Versuchen nur die Stirn runzeln.

Wir sind bei unserem Städtetrip in einem kleinen Restaurant mit dem Namen ‚La Bernarda‘ gelandet. Freunde, die sich in der Stadt auskennen, haben uns dorthin geführt.

Das Reisgericht Paella wird traditionell in einer speziellen flachen Pfanne auf offenem Feuer zubereitet. Im ‚La Bernarda‘ gibt es dafür einen speziellen Gasherd. Der größte Fehler wäre, wenn wir für unsere ‚Nachbau-Paella‘ einen Risotto-Reis verwenden würden.

Die Reissorte Arroz Bomba kommt aus einem Anbaugebiet südlich von Valencia und ist für eine echte Paella unumgänglich. Dieser Rundkorn-Reis gilt als die beste Voraussetzung für eine gelungene, traditionelle Paella.

Die Suche bei unserem Supermarkt war leider negativ, so mussten wir auf einen speziellen Versender im Netz zurückgreifen.

Alle anderen Zutaten waren, bis auf das Kaninchen, kein Problem. Aber es ist gut, wenn man immer jemand kennt, der einen kennt. In unserem Fall war es ein Jäger, der uns aus der ‚Patsche‘ geholfen hat. Ein Wildkaninchen ist natürlich ideal. Das frisch geschossene Kaninchen war küchenfertig und nur noch zu zerteilen. Beim Huhn musste ein frisches Freiland-Huhn unseres Eier-Lieferanten dran glauben. Auch das Huhn war küchenfertig.

Ein großes logistisches Problem war die Riesenpfanne. Aber auch da hat uns ein Bekannter weitergeholfen, der als Foodtrucker öfter mal größere Veranstaltungen beschickt. Die Pfanne hatte rund 70 cm Durchmesser. Damit waren wir für eine 6-Personen-Paella gut gerüstet. Pfannen mit einem Durchmesser bis zu 150 cm haben wir im Netz auch gefunden. Wer sich also öfter mit Paella für Gruppen in Kompaniestärke befassen will, kein Problem.

Die weißen, großen Bohnen haben wir aus der Konserve genommen und die grünen Bohnen waren frisch. Jetzt haben wir zu allererst die Hähnchen- und Kaninchen-Teile in einem guten Olivenöl angeschwitzt. Die gewuerzhelden.de empfehlen das italienische Olivenöl <link> nativ extra aus dem Shop. Dieses Olivenöl der ersten Güteklasse wird direkt aus Oliven ausschließlich im mechanischen Verfahren gewonnen.

Wir haben noch ein kleines Stück Butterschmalz dazugegeben. Das bringt noch ein bisschen Buttergeschmack und sorgt dafür, dass das gute Olivenöl nicht anbrennt.

Um die typisch gelbe Farbe in die Pfanne zu bekommen, braucht man Safran. Safran ist normalerweise sehr teuer. Bei den gewuerzhelden.de wird dieses Gewürz <link> aus den Blütenständen der lilafarbenen Herbstzeitlosen in gemahlener Form angeboten. Für einen knappen Euro bekommt man ein 100mg Beutelchen. Zwei Beutel sollten leicht für unsere Pfanne ausreichen. Bei den kommerziellen Touristen-Paellas wird aus Kostengründen häufig Colorante, eine Lebensmittelfarbe verwendet.

Jetzt kommen die geschnittenen Tomaten, der Knoblauch, die grünen Bohnen und die weißen Bohnenkerne dazu. Das Ganze wird mit etwas Wasser abgelöscht. In diesen Sud kommt dann der Reis.

Paella muss unten am Pfannenboden leicht anbrennen und damit eine feine Kruste bilden, auf keinen Fall ständig umrühren. Die Kruste hat sogar einen Namen, man nennt sie Socarrat. Salz, Pfeffer, Thymian und Rosmarin sind die Gewürze, die unbedingt mit in die Pfanne gehören.

Wir haben uns für das Kochen einen großen Gasbrenner ausgeliehen, damit die Pfanne gleichmäßig beheizt werden kann. Nachdem das Ganze ohnehin im Freien stattgefunden hat, war die Aktion recht einfach zu bewerkstelligen.

Wenn der Reis auf den Punkt richtig ist, braucht die Pfanne auf dem Tisch nur noch genügend Platz, dann kann’s losgehen. Ganz wichtig ist noch, dass dieser Tag, an dem die Paella zubereitet wird, ein Sonntag ist. Denn nur am Sonntag ist genügend Zeit, damit sich die ganze Großfamilie um die Riesenpfanne versammeln kann. Die Paella wird traditionell zur Mittagszeit gegessen. Kurz bevor die großen Löffel in die Pfanne tauchen wird noch frische Zitronensaft darüber geträufelt und dazu gibt es Weißbrot.

Das Team der gewuerzhelden.de wünscht guten Appetit.

Valencia

30. August 2017

Nach Spanien wollten wir eigentlich schon lang mal. Nach Madrid, nach Barcelona? Schließlich gab die Paella, das Nationalgericht der Region Valencia, den Ausschlag. Wir wollten eigentlich der Paella auf die Spur kommen.

Im Hinterkopf hatten wir noch den Gedanken, dass Barcelona und Madrid speziell im Sommer ohnehin überlaufen sind. Von der malerische Altstadt Valencias mit den schönen Jugendstil-Häusern haben wir schon einiges gelesen. Gepflegte, breite Stadtstrände sind für die Erholung zwischendurch ideal.

Valencia ist aber auch die Hauptstadt der valencianischen Gemeinschaft und der Provinz Valencia, eine Großstadt mit rund 1,8 Millionen Einwohnern, die spanische Mittelmeerküste vor der Haustüre und den Fluss Turia, der dort in das Meer mündet. Heute ist das trockengelegte Flussbett des Rio Turia ein Naherholungsgebiet.

In der Küstenstadt lässt sich entspannt bummeln und das Kulturangebot ist überragend. Ein unbedingter Teil des Pflichtprogramms ist ein Besuch der futuristischen ‚Stadt der Künste und Wissenschaften‘, ein Gesamtkunstwerk des valencianischen Stararchitekten Santiago Calatrava. Zu sehen gibt es zum Beispiel das Opernhaus und einen riesigen Wasserzoo, das L’Oceanogràfic. Es ist das größte Aquarium Europas.

Die valencianische Küche hat sich durch das bekannteste aller Gerichte, die valencianische Paella, in die Herzen der Besucher gekocht. Auf der Suche nach der echten Paella sind wir am Mercado de Tapineria in dem kleinen Restaurant La Bernarda gelandet.

Das Reisgericht Paella wird traditionell in einer speziellen flachen Pfanne auf offenem Feuer zubereitet. Die Reissorte Bomba kommt aus einem Anbaugebiet südlich von Valencia, ist also ein regionales Produkt.

Traditionell kommt in die Paella Valenciana Huhn, Kaninchen, Riesenbohnen und grüne Bohnen. Genau für diese Version haben wir uns entschieden. Es gibt natürlich auch andere Versionen mit Fisch und Meeresfrüchten oder vegan nur mit Gemüse. Es hat jedenfalls hervorragend geschmeckt und wir werden jedenfalls versuchen, wieder zu Hause, diese echte Paella nachzukochen, das ist hiermit versprochen.

Hervorragend dazu gepasst hat ‚Agua de Valencia‘, ein Drink aus spanischem Sekt, Orangenschnaps und frisch gepreßtem Orangensaft. Auch was Regionales, denn die Orangenfelder liegen vor der Haustür. Zum Nachtisch gab es Mantecado, ein Vanille-Sahne-Eis, ebenfalls mit Orangen.

Nach Valencia führen viele Wege. Es gibt von deutschen Flughäfen viele Möglichkeiten auf dem ‚Aeroport de València‘ zu landen. Die Stadt hat ein gut ausgebautes Nahverkehrsnetz, es lohnt sich eine ‚Tourist Card‘.

Gemütlichkeit zum kleinen Preis, findet man in einer der vielen günstigen Pensionen in der Stadt. Schon ab 15 Euro kann man da fündig werden.

Das Team der gewuerzhelden.de ist sich ganz sicher, dass der Trip nach Valencia gerade im Sommer zu einem unvergesslichen Erlebnis wird und wünscht gute Reise.