Gewürze aus aller Welt

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Tiroler Speckknödel

22. April 2018

Der Ausflug nach Innsbruck in Tirol, mit der Wanderung durch das sagenhafte Gaistal, hat unser Team animiert, die original Tiroler Speckknödel zuhause nachzukochen.

Das erste was man braucht sind Zwiebel und natürlich echten Tiroler Speck. Den Speck, der immer noch auf traditionelle Weise von Tiroler Bauern hergestellt wird, haben wir praktischerweise gleich aus Tirol mitgebracht.

Der echte Tiroler Speck ist der Bauch- oder Rückenspeck vom Schwein. In einer Wanne wird der Speck mit Salz, Kümmel und weißem Pfeffer schön eingerieben und in einer ‚geheimen‘ Gewürzmischung gewälzt, um anschließend mit Sägespänen aus Tannenbäumen geselcht zu werden.

Selchen ist der alpenländische Ausdruck für Räuchern. Das bedeutet, der Speck hängt über einen bestimmten Zeitraum im Rauch eines Schwelfeuers. Er trocknet dabei aus und der Wassergehalt sinkt um bis zu 40 Prozent.

Die im Rauch entstehenden chemischen Verbindungen wirken antimikrobiell. Dadurch, dass der Speck an der Oberfläche ziemlich hart wird, kann bei der anschließenden Lufttrocknung das Eindringen von Mikroorganismen und Insekten etc. sicher verhindert werden.

Die Zwiebel werden geschält und schön fein gehackt. Den Speck ereilt das gleiche Schicksal, auch er wird in kleine Würfel geschnitten. In einer Pfanne werden Zwiebel und Speck mit etwas Butter langsam angebraten.

In der Zwischenzeit werden die alten Brötchen mit etwas warmer Milch eingeweicht. Dann kommt etwas Mehl dazu und die Eier. Eigelb und Eiweiß müssen nicht getrennt werden. Die angebräunten Zwiebel mit den Speckwürfel kommen anschließend in die Schüssel zur Masse aus aufgeweichten Brötchen.

Dazu geben wir aus unserem Shop etwas gerebelte Petersilie. Die Petersilie, auch Peterle genannt, gehört wohl zu den am häufigsten verwendeten Küchenkräutern. Sie stammt ursprünglich aus den westlichen Mittelmeerländern.

Das Vermengen machen nicht nur die Tiroler mit den Händen, auch bei uns war Handarbeit angesagt.

Ist das Ganze gut durchgemengt, können die Knödel geformt werden. Wenn man die Hände vorher etwas feucht macht, lassen sich die Knödel leichter formen und der Teig bleibt nicht an den Fingern kleben.

Die original Tiroler Speckknödel haben die gewuerzhelden.de im Gaistal als Speckknödelsuppe kennengelernt. Genauso wollten sie das zu Hause nachkochen.

Eine Rinderbrühe haben wir immer vorgekocht und in handlichen Portionen eingefroren in der Tiefkühltruhe. Es mussten also nur noch die Karotten und der Lauch gewaschen und geputzt werden.

In Tirol schneidet man das Gemüse in feine Streifen. Wenn die Suppe kocht, können die Knödel eingelegt werden. Auf kleiner Flamme ist das Gericht nach rund 20 Minuten servierfertig.

Garniert mit etwas Schnittlauch, ebenfalls aus unserem Shop, kommt die original Tiroler Speckknödelsuppe auf den Tisch.

Für die Vegetarier unter den Lesern kann man die Speckwürfel einfach durch Käsewürfel ersetzen und die Rinderbrühe durch eine Gemüsebrühe. Das schmeckt genau so gut.

Wir wünschen jedenfalls guten Appetit und viel Spaß beim Nachkochen. Bei den gewuerzhelden.de drehten sich die Gespräche bei Tisch alle um die Wanderung durch das schönste Tal Tirols, das Gaistal.

Innsbruck

17. April 2018

Der Wandervirus hat das Team voll erwischt. Nach der ‚Hardcore-Wandertour‘ in der Fränkischen Schweiz mit Übernachtung unter dem Sternenzelt, wollten wir es etwas gemütlicher angehen lassen und vor allem eine Städtetour mit einer Wanderung verbinden.

Auf der Suche nach landschaftlich herausragenden Zielen ist das Team bei der Vorbereitung in Tirol hängengeblieben. Ziel sollte das schönste Tal in diesem österreichischen Bundesland, das Gaistal sein. Jeder, der schon einmal dort war, schwärmt von der Postkartenlandschaft, besonders im Frühling.

Ausgangspunkt war Innsbruck, die Hauptstadt des Bundeslandes Tirol. Das Wahrzeichen der Stadt, das Goldene Dachl, sollte schon jeder einmal gesehen haben. Der spätgotische Prunkerker am Neuen Hof in der Herzog-Friedrich-Straße in der Innsbrucker Altstadt ist mit 2.657 feuervergoldeten Kupferschindeln gedeckt und hat daher seinen Namen. Dabei hat das Goldene Dachl auch einen recht grausamen Geschichtsanteil. Genau unter diesem Goldenen Dachl wurde nämlich in der Regierungszeit von Erzherzog Ferdinand, einem Enkel von Maximilian I., der Prediger und Täufer Jakob Hutter am 25. Februar 1536 öffentlich lebendig verbrannt.

Heute gehts unter dem Dachl weitaus friedlicher zu. Direkt vor dem Gebäude wird die International Golden Roof Challenge, eine jährlich stattfindende Leichtathletikveranstaltung ausgetragen. Drinnen hat seit 2003 das ständige Sekretariat der Alpenkonvention ihr Büro.

In Innsbruck ist viel los. Jeden Tag werden rund 3.000 Übernachtungen gezählt.

Von fast jedem Punkt in der Stadt kann man die Nordkette, den südlichsten der vier großen Gebirgsketten im Karwendel sehen. Bergisel und Patscherkofel grüßen im Süden.

Eine Unterkunft haben wir im Marmota Hostel am Tummelplatzweg gefunden, preiswert, modern eingerichtet und schön, in unmittelbarer Nachbarschaft einer der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt, des Schloss Ambras.

Die Tage in der Stadt werden nicht langweilig. Es gibt viel zu sehen. Die Sehenswürdigkeiten reichen von historischen Schätzen und architektonischen Highlights bis hin zu Naturschönheit und seltenen Tieren im Alpenzoo. Mittelalterliche Geschichte, Volkskunst und kaiserlicher Prunk machen die Stadt zum Hotspot für Geschichtsinteressierte und Kulturbegeisterte.

Das Team der gewuerzhelden.de wollte aber nicht nur am Innufer in der Sonne liegen, dem Wasser zusehen und nichts tun, wir wollten die Stadt erleben und natürlich wandern.

Die gemütliche Wanderung durch das Gaistal mit schönen Ausblicken auf das Wettersteingebirge und auf das Mieminger Gebirge sollte der Höhepunkt der Reise nach Innsbruck sein. Der Wanderweg ist gut ausgebaut und dank ausreichender Kennzeichnung nicht zu verfehlen.

Unterwegs kann man in zwei verschiedenen bewirtschafteten Almhütten einkehren und die tolle Aussicht genießen. Der Weg ist nur am Anfang etwas steiler, danach verläuft er nahezu eben und ist problemlos zu laufen.

Die Tour beginnt am Parkplatz Salzbach und führt danach zunächst durch einen schönen Wald. Kurz vor der Gaistalalm lichten sich die Bäume und geben einen Postkarten-Panoramablick frei. Auf dem Rückweg läuft man entlang der Leutascher Ache. Auf dem letzten Drittel verläuft der Wanderweg deutlich oberhalb des Baches und man hat einen wunderbaren Fernblick.

Die reine Gehzeit war etwas mehr als drei Stunden, der Weg ist rund 11 km lang. Trotzdem haben wir den ganzen Tag im Gaistal vertrödelt. Alleine der Aufenthalt in den beiden Almhütten war ein Genuss.

Wir haben dort neben einer hervorragenden Brettljause, die Tiroler sagen ‚Marend’, auch einen echten Tiroler Klassiker genossen - Tiroler Speckknödel. Serviert haben die Hüttenwirte die Speckknödel in einer kräftigen Suppe, so wie Speckknödel traditionellerweise in Tirol serviert werden.

Wir haben sich sofort versprochen, die originalen Tiroler Speckknödel zuhause nachzukochen.

Ein Ausflug nach Tirol lohnt sich gerade jetzt im Frühling ganz besonders. Speziell dann, wenn man wie unser Team das Wandern entdeckt hat. Viel Spaß beim Trip nach Innsbruck und bis nächste Woche zu den Tiroler Speckknödeln.

Outdoor Fränkische Schweiz

5. April 2018

Der Franz-Josef-Kaiser-Weg vom Walberla bis Hohenmirsberg war unsere erste Wandertour. Wir haben zu Fuß eine der schönsten Landschaften Deutschlands, die Fränkischen Schweiz erkundet.

Für untrainierte Wanderer war die über 50 km lange Tour natürlich nicht am Stück zu schaffen. Also haben wir bei dieser ersten Wandertour mal alles in die Rucksäcke gepackt, was zu einer autarken Verpflegung und für eine Nacht im Freien bei einer 2-Tagestour notwendig ist.

Auf Fertiggerichte wurde bewusst verzichtet, wir wollten auf jeden Fall frische Mahlzeiten in der improvisierten Outdoor-Küche zubereiten. Ein Packesel sollte die Tour ja nicht unbedingt begleiten, also musste die Ausrüstung konsequent abgespeckt werden.

Es galt unnützes Zeug zu Hause zu lassen, um Gewicht zu sparen. Einen 30 kg Rucksack zwei Tage durch die Gegend zu wuchten war keine Option. Bei einem Trekking-Spezialisten haben sich die Wanderer beraten lassen, was die Übernachtung im Freien anbelangt. Ein Zelt kam nicht in Frage. Eine Leichtluftmatratze für jeden und ein Schlafsack musste für diese eine Nacht ausreichen.

Essen und Trinken bereitete mehr Kopfzerbrechen. Die ‚Küche’ sollte ja auch nicht all zu viel wiegen. Wir haben uns für einen kleinen Gaskocher entschieden, der sich mit einer Kartusche betrieben ließ. Mitgenommen wurden überdies eine kleine Pfanne und zwei unterschiedlich große Töpfe. Für Teller und Besteck musste jeder selbst sorgen.

Nicht viel Platz und kaum Gewicht beanspruchen Nudeln. Wer darauf achtet, dass er schnellgarende Nudeln einkauft, der spart letztendlich auch an Brennmaterial. Natürlich gehören zur Grundausstattung Gewürze. Im Shop der gewuerzhelden.de kein Problem sich mit Grundsätzlichem zu versorgen. Globetrotter-Tütenfutter haben wir von vorneweg ausgeschlossen.

Für den Abend des ersten Tages standen Nudeln mit einer selbst gemachten Tomatensauce auf der ‚Speisekarte‘. Wasser fürs Nudelkochen war das geringste Problem. Das Nachtlager haben wir an einem kleinen Bächlein aufgeschlagen. Frisches Wasser gab es zum Glück in bester Quellwasser-Qualität.

Den Trick, wie man mit nur einer Feuerstelle kocht, haben wir uns wiederum bei ihrem Trekking-Berater abgeschaut. Die Nudeln in das kochende Wasser und neben der Feuerstelle fertiggaren lassen. Das dauert zwar etwas länger, funktioniert aber tadellos. In der Zwischenzeit haben die ‚Köche‘ im zweiten Topf die Tomatensauce zubereitet.

Für zwei große Zwiebeln war im Rucksack noch Platz. Mit etwas Olivenöl aus dem kleinen Fläschchen waren die kleingeschnitten Zwiebeln schnell angebraten. Frische Tomaten waren natürlich nicht an Bord, aber die Tomatenflocken aus den erntereifen Tomaten aus dem Shop der gewuerzhelden.de hatten ihren großen Auftritt. Das 100 gr Päckchen ist leicht und nimmt im Rucksack kaum Platz weg. Das Ganze wurde dann zusammen mit den angebratenen Zwiebeln, einer großen Tasse Wasser aufgekocht und mit den italienischen Kräuter abgeschmeckt.

Eigentlich sind die Tomatenflocken zum Abschmecken und Würzen unterschiedlichster Gerichte gedacht. Als Grundlage für die würzige Tomatensauce hatten die Flocken in der fränkischen Schweiz aber ihre Premiere. Die Nudeln waren in der Zwischenzeit gar. Ein Päckchen Schafskäse hat noch zusätzlich seinen Weg in die Outdoor-Vorratskammer gefunden.

Die Nudeln, zusammen mit der Tomatensauce, bestreut mit etwas Schafskäse und gewürzt mit dem speziellen Schafskäse-Gewürz aus unserem Shop war eine Mahlzeit, für die der Koch in den allerhöchsten Tönen gelobt wurde.

Ein Fertigprodukt hat sich dann doch eingeschlichen. Einer der Teilnehmer wollte auf seinen Rotwein zum Essen nicht verzichten. Ein Rotweinpulver im Tütchen mit Wasser angerührt, serviert in einem Plastikbecher, hat die Stimmung am Lagerfeuer zu guter Letzt noch richtig ansteigen lassen.

Die Tour wird allen gewuerzhelden.de in ewiger Erinnerung bleiben. Lange haben sie darüber diskutiert, ob als nächste wieder eine Städtereise kommt oder ob weiter auf des ‚Schusters Rappen‘ getourt wird.

Mit den richtigen Ideen und guten Zutaten muss man bei Outdoor-Kochaktionen nur wenig Abstriche machen. Vielleicht ergibt sich bei längeren Touren die Möglichkeit auf Wochenmärkten auch frische Lebensmittel einzukaufen.

Manche der gewuerzhelden.de träumten von einem Road-Trip durch einen amerikanischen Nationalpark.

Wanderung in der Fränkischen Schweiz

31. März 2018

Das Team der gewuerzhelden.de hat bei den ersten Frühlings-Sonnenstrahlen einfach die Wanderlust gepackt. Städtereisen haben wir im letzten Jahr viele gemacht, jede Menge gesehen und viel erlebt. Jetzt wollen wir einmal zu Fuß eine der schönsten Landschaften Deutschlands, die Fränkische Schweiz erkunden.

Keine Angst, Essen und Trinken wird auch bei den Wandertouren nicht zu kurz kommen. Allerdings wollen wir bei dieser ersten Wandertour allen Lockungen der Gastronomie am Wegesrand widerstehen. In die Rucksäcke haben wir alles gepackt, was zu einer autarken Verpflegung und für eine Nacht im Freien notwendig ist. Darüber wird im nächsten Blog berichtet.

Die Fränkische Schweiz ist eines der angesagtesten Wandergebiete in ganz Deutschland. Markante Berg- und Hügellandschaften mit sanften Wiesenhängen wechseln mit charakteristischen Felsformationen und über 1000 beeindruckenden Höhlen ab.

Gößweinstein und das Felsenstädtchen Pottenstein sind die bekanntesten Ziele in der Fränkischen Schweiz. Wir haben uns als ambitionierte Tour eine Fernwanderung durch die Fränkische Schweiz mit 51 km Streckenlänge vorgenommen, verteilt auf zwei Tage.

Dieser Höhen-Fernwanderweg, als Franz-Josef-Kaiser-Weg betitelt, startet in Kirchehrenbach. Vor den Wanderern die Ehrenbürg, ein über 500 Meter hoher Zeugenberg. Die Nordkuppe trägt den Namen ‚Walberla‘, die Südkuppe den Namen ‚Hohe Rodenstein‘.

Vom Berg reicht der Blick weit ins Wiesenttal. Die erste interessante Wegmarke ist die Walburgis-Kapelle auf dem Walberla, der eigentliche Startpunkt des Weges. Ziel ist die Hubertuskapelle bei Hohenmirsberg.

Der gut ausgeschilderte Weg geht in Richtung Südosten nach Trainmeusel. Wald und offene Landschaften wechseln sich auf dem Höhenweg entlang der Wiesent ab. Weiter in südlicher Richtung kommt man zu den ersten Felsenhöhlen. Vorbei an Gößweinstein, erreichen die Wanderer das Naturwaldreservat Eibenwald. Die Basilika zur Heiligsten Dreifaltigkeit, die Klosterkirche St. Maria und das Franziskanerkloster Gößweinstein grüßen die Wanderer.

Noch vor Gößweinstein, ungefähr auf der Hälfte des Weges, haben die Wanderer ihr Nachtquartier eingeplant. Eine abenteuerliche Übernachtung im Freien, auf ein Zelt haben wir tapfer verzichtet, darüber aber auch im nächsten Blog mehr.

Pottenstein an der Püttlach war das erste Ziel am nächsten Tag. Das Fachwerkstädtchen mit der Burg und der markanten Himmelsleiter Pottenstein lockt zum Bleiben. Aber einzig die bekannten Felsenhöhlen haben den Weg der Wanderer für eine Stunde unterbrochen.

Das einzigartige Naturwunder, die Teufelshöhle, muss man gesehen haben. Eintauchen in das geheimnisvolle Reich der Unterwelt, mitten im Herzen der Fränkischen Schweiz. Die majestätisch großen Tropfsteingebilde oder ein komplettes Höhlenbärenskelett aus der Nähe zu betrachten ist ein Erlebnis.

Weiter geht’s Richtung Norden durch Wälder und Felder zu unserem Ziel, der Hubertuskapelle in Hohenmirsberg.

Dieser Franz-Josef-Kaiser-Weg von Walberla bis Hohenmirsberg hat eine ordentliche Streckenlänge von etwas über 50 km. An einem Tag ist die Tour nur von sehr ambitionierten Sportlern zu schaffen. Verteilt auf zwei Tage ist dieser Weg aber ein echter Genuss.

Auf die vielfältigen Angebote der Gastronomie rechts und links vom Weg haben wir sehr schweren Herzens verzichtet. Aber nur um auszuprobieren, wie zwei Tage im Freien unter Verzicht auf Dosenfutter auch kulinarisch einigermaßen erfolgreich zu bewältigen ist.

Noch nie hat sich das Team der gewuerzhelden.de auf ein solches Experiment eingelassen. Im nächsten Blog erzählen wir davon. Ein Fazit in der Zwischenzeit: Wir haben das Wandern und das Outdoor-Leben entdeckt, es war abenteuerlich und wunderschön.

Das Team der gewuerzhelden.de wünscht viel Spaß beim Nachwandern und bei der Entdeckung eigener Touren per Pedes oder auf Schusters Rappen, wie man sagt.

Polnische Piroggen

26. März 2018

Bei unserem Ausflug nach Danzig haben wir in einer Milchbar ‚Bar mleczny‘ echte polnische ‚Pierogi‘ gegessen. Wie gesagt, der Name Milchbar irritiert, das sind richtige Kantinen, in denen gute polnische Hausmannskost geboten wird.

Die ‚Pierogi‘ haben uns geschmacklich richtig von den Socken gehauen und wir haben versprochen sie bei uns nachzukochen.

Wir haben uns für die Variante ‚Pierogi ruskie‘ entschlossen, also ohne Fleischfüllung. Pierogi sind ziemlich aufwändig in der Zubereitung, das bedeutet, das ist kein Gericht für schnell mal am Abend.

‚Pierogi ruskie‘ werden mit gekochten Kartoffeln und Quark gefüllt. Beim Quark haben wir uns für Schichtkäse entschieden, den gibt es in einer Rahmfettstufe bis 50%.

Bereitgestellt haben wir Mehl, Ei und ein bisschen Olivenöl aus unserem Shop. Dieses Nativ Extra der ersten Güteklasse wird direkt aus Oliven ausschließlich im mechanischen Verfahren gewonnen.

Ein Tässchen warmes Wasser, mehlig kochende Kartoffeln, den Schichtkäse, Zwiebeln, ein bisschen Butter, Salz, da haben wir das feine Meersalz ebenfalls aus unserem Shop genommen und Pfeffer stehen bereit.

Alle Rezepte sagen, dass man mit Pfeffer nicht sparen sollte, Pierogi brauchen ordentlich Pfeffer.

Als erstes haben wir die Kartoffeln geschält und gar gekocht. Zeit genug, um den Teig vorzubereiten. Das Mehl sollte zuerst gesiebt werden, das gibt mehr Luft im Teig.

Dann das Ei verquirlen, zusammen mit ein bisschen Salz, dem warmen Wasser und ein Löffelchen Öl zum Mehl geben.

Handarbeit oder Knethacken? Wenn schon, dann Handarbeit. Den Teig schön kneten, je länger desto besser. Ein Trick, den uns eine polnische Kollegin verraten hat, den Teig mit dem Nudelholz zu Schluss noch einmal richtig ‚verprügeln‘.

Das Ergebnis sollte sein, dass der Teig schön glänzt und wenn man kleine Luftbläschen sieht, ist er richtig. Jetzt hat das ‚Kunstwerk‘ Piroggenteig Zeit eine halbe Stunde abgedeckt zu ruhen. Der Koch hat aber keine Zeit für eine Pause. Jetzt wird nämlich die Füllung vorbereitet.

Die gekochten Kartoffeln werden gestampft und die Zwiebel geschnippelt. In der Pfanne werden die Zwiebel in Butter schön angeschwitzt, braun sollen sie nicht werden. Die eine Hälfte kommt in den Kartoffelstampf, die andere bleibt in der Pfanne. Der Schichtkäse kommt in die Kartoffelmischung und wird mit ordentlich Pfeffer untergerührt.

Jetzt wird der Teig in gleich große Teile geschnitten und jedes zu rund 2 cm Dicke ausgerollt. Dann sticht man mit einem Glas runde Teigtaler aus.

Wie beim Weihnachtsplätzchenbacken kommt auf die Taler ein Löffel Kartoffelfüllung. Das Ganze wird zusammengeklappt und die Ränder wie bei italienischen Ravioli mit einer Gabel festgedrückt.

In einem großen Topf mit Wasser werden die Piroggen wie Klöße gekocht. Kochen ist falsch, eigentlich dürfen sie nur vor sich hinköcheln. Wenn sie fertig sind, drängeln sie sich alle nach oben an die Wasseroberfläche.

Ein bisschen abtropfen lassen und ab in die Pfanne, mit zu den restlichen Zwiebeln. Möglichst heiß kommen die ‚Pierogi ruskie‘ dann auf den Tisch.

Weil ohne Fleisch, sind die ‚Pierogi ruskie‘ das traditionelle Freitagsessen. Dazu haben wir eine große Schüssel Salat gemacht. Hinterher darf natürlich ein Gläschen echter polnischer Wodka nicht fehlen. Das war unser Mitbringsel von unserer Danzigreise.

Viel Spaß beim Nachmachen wünscht das Team der gewuerzhelden.de und natürlich Nazdrowie (Prost)!