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Russisches Streetfood, gehaltvoll und sehr lecker

28. März 2017

Chatschapuri, eigentlich aus Georgien kommend, hat überfallartig die Straßen Moskaus erobert. Bis dato waren Pellkartoffeln mit Quark auf die Hand der Umsatzbringer der mobilen Ess-Stationen auf den Straßen der russischen Metropole. Eigentlich war Moskau zu Sowjetzeiten eher eine kulinarischen Wüste.

An jeder Straßenecke kann man sie heute essen sehen, die Chatschapuri-Fans mit dem markanten Merkmal um die Mundwinkel, den Käsefäden vom Chatschapuri.

Chatschapuri ist eigentlich ein ganz einfaches Gericht, wahnsinnig gehaltvoll und supergut. Zubereitet wird es immer in großen Mengen, weil es erstens immer aufgegessen wird und zweitens keiner nein sagen kann, wenn es angeboten wird. Eigentlich ist es eine Spezialität der georgischen Küche.

Sein originales Rezept schreibt 1 kg Weizenmehl, 50 g Hefe, einen halben Liter Wasser, 4 Eier, 4 EL Fett und ein ganzes Kilo fetten, weichen Käse vor. Zuerst wird ein Hefeteig aus dem Mehl, der Hefe und zwei von den Eiern geknetet und ruhen lassen. Die anderen zwei Eier werden mit dem vorher zerdrückten Weichkäse zu einer Masse verrührt. Es gibt tausend verschiedene Rezept-Varianten. Bei den einen muss unbedingt saure Sahne und Knoblauch in die Käsemasse, andere vermischen verschiedene Käsesorten, diese müssen aber eines gemeinsam haben, einen hohen Fettgehalt.

Jetzt 12 gleich große Kugeln aus dem Teig geformt. Die lässt man noch einmal zugedeckt an einem warmen Ort ruhen. In der russischen Küche geht ohnehin nichts mit Hektik. Jetzt werden die Kugeln zu runden Fladen ausgerollt.

Das Ganze sieht eher so aus als sollten es 12 Pizzen werden. Dann wird die Käsemasse gleichmäßig auf die 12 Fladen verteilt, d.h. ein Batzen Käse wird in der Mitte von den runden Teigfladen aufgehäuft.

Mit viel Gefühl wird der Teig vorsichtig zur Mitte hin gefaltet und an den Rändern festgedrückt. Es entsteht eine Art ‚Schiffchen‘, bei denen in der Mitte etwas von dem Käse zu sehen ist und ab damit in die Backröhre.

Ganz traditionell wird Chatschapuri aber in einer Pfanne mit geschlossenem Deckel gebacken. Das Ganze wird zu allem Überfluss noch mit Butter eingestrichen.

Schön heiß und goldbraun schmeckt Chatschapuri nicht nur im tiefsten russischen Winter auf der Straße. Fast-Food auf Russisch.

Es gibt ganz viele Variationen zu diesem Rezept. Die georgische Volksseele verlangt beispielsweise nach Ei als Aufstrich. In weniger kalten Ländern tauscht man einen Teil der Käseportion mit Magerquark, der schlanken Linie wegen. Bei den Gewürzen sind sich alle einig: Chatschapuri muss salzig, sehr pikant und pfeffrig schmecken. Koriander, als König georgischer Kräuter, darf natürlich nicht fehlen.

Das Team der gewuerzhelden.de wünscht viel Spaß beim Nachkochen und guten Appetit.

Russland

24. März 2017

Russland, speziell Moskau ist in jedem Fall immer eine Reise wert. Von dem alten, sowjetischen Moskau ist ohnehin fast nichts mehr übrig.

Moskau boomt, die Wolkenkratzer werden immer höher und die Autos in den Straßen immer dicker. Die Stadt hat heute mehr als zwölf Millionen Einwohner und über 100 superreiche Milliardäre.

1712 wurde St. Petersburg Hauptstadt, aber 1918 holte sich Moskau den Titel Hauptstadt wieder zurück. Unübersehbar steht der Kreml im Mittelpunkt der Metropole. Von hier aus wurde und wird Russland regiert.

Moskau ist eine Metropole von Weltrang, eine Stadt der Superlative. An jeder Ecke wartet die Stadt mit Geschichte zum Anfassen auf. Jugendstilfassaden, Bauwerke in schier unglaublichen Dimensionen und das Gefühl, beim Betreten des Roten Platzes, nach Disneyland versetzt worden zu sein.

Die bunten Zwiebeltürme der berühmten Basilius-Kathedrale sind das Wahrzeichen der Stadt. Aber Moskau ist keineswegs das Legoland Russlands. Die Stadt hat neben ihren vielen Sehenswürdigkeiten eine sehr lebendige Kulturszene mit vielen luxuriösen Hotels und mit einer aufregenden, modernen Gastronomie.

Eine Empfehlung ist auf jeden Fall das Café Pushkin. Das ist bei weitem nicht nur ein Café. Es wird im Pushkin auch eine Spitzenküche geboten, die das Café zu einem Wallfahrtsort der internationalen Gourmets gemacht hat.

Wer also in dem barocken Ambiente, bedient von Kellnern im Frack, bei unplugged gespielter Violinenmusik und Kerzenschein dinieren möchte, ist in diesem Restaurant gut aufgehoben.

Vorher hat der Städtereisende von Welt seine Kreditkarten ohnehin schon im Kaufhaus GUM strapaziert. Direkt am Roten Platz ist dieses größte Kaufhaus des Landes nicht zu übersehen.

Die Luxus-Modeketten wechseln sich mit typisch russische Souvenirläden ab. Die eigentliche Attraktion für Feinschmecker sind aber die herrlich duftenden Delikatessen-Shops. Ein paar krosse Entenröllchen mit Hoi-Sin-Sauce, der scharf-süßlichen Würzsoße aus China, im Stehen zu genießen und dabei den gut gekleideten Moskauern beim Flanieren zuzuschauen, ist schon ein echtes Erlebnis.

Es darf aber auch ein Blini, ein Blintschiki sein, wie die Russen liebevoll sagen. Diese russische Variante deutscher Pfannkuchen oder amerikanischer Pancakes schmeckt süß oder auch mit herzhaften Zutaten. In Russland wird das Hefeteil zu verschiedenen Gerichten angeboten und ist manchmal einfach eine Sättigungsbeilage. Wörtlich übersetzt bedeutet Blini Fladen.

Der Gipfel der Dekadenz ist natürlich ein kross gebratenes Peking-Entenstückchen auf einem Blini, obendrauf ein dicker Löffel Kaviar.

Übrigens ist diese Mischung ein Genuss, den man ohne großen Aufwand auch zu Hause nachmachen kann. Eine knusprige Pekingente gelingt mit dem richtigen Gewürz auch im heimischen Backofen. Honig, Sojasoße und das fertig gemischte Entenbratengewürz der gewuerzhelden.de sichern den Beifall der Gäste. Die Blini sind auch kein Problem, na und der Kaviar ist nur eine Frage des Geldbeutels. Eine geschmackliche Offenbarung ist dieser Snack auf jeden Fall.

Das Team der gewuerzhelden.de wünscht guten Appetit, viele schöne Städtereisen und viel Freude an den Delikatessen dieser Welt.

Pani-Puri - Indisches Gericht

21. März 2017

Oft wird es auch Pani Poori geschrieben. In Indien ist es auch bekannt als Phoochka, Gol Gappa oder Gup Chup. Eine Art Nationalgericht, sehr beliebt auch als Street Food. Man kann es leicht aus der Hand essen und braucht keinerlei ‚Werkzeug’ dazu.

Es ist ein einfaches Essen, denn die Worte ‚Pani Poori‘ bedeuten ‚Wasser in frittiertem Brot‘. Es besteht aus einer runden, hohlen ‚Poori‘-Hülle, die mit einer würzigen Füllung auf Kartoffelbasis gefüllt ist und in eine Soße ‚Pani‘ getaucht wird.

Man kann die Poori (Brot) bei uns in gut sortierten Asialäden fertig kaufen. Besser ist natürlich das Brot selber machen. Dazu braucht es Rava, das kann bei uns Vollkornweizenmehl sein und Maida, das kann man durch normales weißes Mehl ersetzen. Ein bisschen Salz, Speiseöl und warmes Wasser, fertig sind die Zutaten.

Die beiden Mehlsorten mit ein paar Esslöffel warmem Wasser und einer Prise Salz in der Schüssel vermischen. Den Teig durchkneten und immer etwas warmes Wasser dazu, bis der Teig eine lockere Konsistenz hat, aber nicht flüssig wird.

Den Teig gut kneten bis er fest, schön ausziehbar ist und glänzt. Zum Schluss das Öl einkneten. Den Teig sollte man ziehen können, ohne dass er reißt. Man kann natürlich auch eine Küchenmaschine mit Teighaken benutzen. Zu einer Kugel geformt und mit Küchentuch bedeckt sollte er 20 Minuten an einem warmen Ort ruhen. Ein guter Platz ist im Winter auf der Heizung oder in der Nähe.

Jetzt wird der Teig auf einer gemehlten Oberfläche dünn ausgerollt. Mit dem Rand eines Trinkglases werden runde ‚Plätzchen‘ ausgestochen. Dann wie Krapfen in einem Suppentopf mit Öl ausgebacken, also frittiert. Auf einem mit Küchentüchern ausgelegten Teller lässt man die fertigen Teilchen offen auskühlen.

Jetzt werden geschälte Kartoffeln weichgekocht und Stampfkartoffeln daraus gemacht. Danach kommt das das rote Chilipulver, Chat Masala und die Korianderblätter dazu sowie das Salz. Alles wird mit einer Gabel einfach untergemischt. Je nach Geschmack kann man mehr dazu geben.

Jetzt wird die Soße ‚veredelt’. Klein geschnittene Zwiebeln und Kichererbsen werden gemischt, ein paar Tropfen Öl dazu, dann das Ganze zu einer feinen Paste mixen, evtl. muss man noch etwas etwas Wasser dazugeben. Die Soße soll wässrig sein, kein Brei.

Dann die Poori mit einem spitzen Messer in der Mitte anstechen und etwas von der zerstampften Kartoffel-Kichererbsenmischung innen reingeben. Zum Essen taucht man die gefüllten Poori kurz in die Schüsselchen mit der kalten Soße. Das schmeckt so wie der bunte indische Kontinent. Ein Geschmackserlebnis, das man so schnell nicht vergessen wird.

Gute Appetit wünscht das Team der gewuerzhelden.de

Indische Küche

19. März 2017

Indien bietet wie kein anderes Land eine große Bandbreite von vegetarischen Gerichten. Raffinierte Gewürze machen die indische Küche zu wahren Geschmacksfeuerwerken. Das echte Indien findet man mit der Zunge, sagt eine alte Weisheit der Rucksacktouristen.

Egal ob man zum traditionellen Holi-Fest reist, dem farbenfreudigsten Fest der Hindus, oder einfach nur so durch das Land reist - Street Food in Indien ist immer irgendwie reine Nervensache.

Das quirlige Mumbai, früher Bombay genannt, ist in Sachen indische Küche ganz sicher eine Reise wert. In dieser größten Stadt Indiens, die gleichzeitig die Hauptstadt des Bundesstaats Maharashtra ist, kommen Gaumen und Geruchssinn ganz sicher auf ihre Kosten.

Wie viel Einwohner die Metropole hat, kann niemand genau sagen. Schon 2005 waren es geschätzte 17 Millionen. Im direkten Stadtgebiet vermutet man ungefähr 12,9 Mio. Bewohner. Damit ist Mumbai die größte Stadt der Welt. Ein Symbol dieser Stadt, das seinen Weg in die Welt gefunden hat, ist heute Bollywood, das Zentrum der indischen Filmindustrie.

Nach Mumbai kommt man bequem mit der Lufthansa aus Frankfurt am Main oder München im Direktflug. Der Chhatrapati Shivaji International Airport ist ein internationaler Verkehrsflughafen. Er liegt ungefähr 15 km nördlich des Stadtzentrums, es ist der größte Flughäfen Indiens.

Es gibt in Mumbai eine S-Bahn, die Mumbai Suburban Railway. Innerhalb der Stoßzeiten sollte man die Züge möglichst meiden. Die Abteile sind völlig überfüllt und oft ist nur noch ein Platz auf dem Trittbrett zu bekommen. Außerhalb der Stoßzeiten, wochentags zwischen 10 und 15 Uhr und an den Wochenenden ist eine Fahrt mit dem Vorortzug jedoch eine sehr preiswerte und bunte Erfahrung.

In Mumbai gibt es unzählige Restaurants in allen Preisklassen. Spezialitäten von Maharashtra sowie Speisen aus Gujarat und Marwari sollte man versuchen. Unbedingt empfohlen wird die Pani-Puri zu probieren. Pani Puri, auch bekannt als Phoochka, Gol Gappa oder Gup Chup, ist ein beliebter Snack, den man in Indien auf der Straße kaufen kann. Das Wort Pani Puri bedeutet wörtlich: ‚Wasser in frittiertem Brot‘. Es besteht aus einer runden, hohlen ‚Puri‘-Hülle, die mit einer würzigen Füllung aus Kartoffeln in eine Sauce ‚Pani‘ getaucht wird.

Nach diesem scharfen Essen verwöhnt man seinen Gaumen mit etwas Süßem. Jalebi, das ist ein gebratenes Gebäck in Sirup oder Rasgulla - ein Knödel, gekocht in Sirup, ist dann die Erholung für europäische Gaumen.

Viele Indienreisende berichten, dass sie entgegen ursprünglicher Bedenken keine Probleme mit einheimischem Street Food hatten. Die Schärfe ist gut zu essen und alles ist sehr lecker. Viele Reiseführer warnen davor, auf der Straße etwas aus der Hand zu essen. Angeblich riskiert man, tut man es trotzdem, wertvolle Urlaubstage in der Nähe der Toilette. Dabei gibt es das beste Essen Indiens auf seinen Straßen, sagen die Experten.

Die Basare locken tagsüber Hundertausende in die Gassen. Die Menschen in der Stadt leben in winzigen Wohnungen, das Leben findet auf den Gehwegen statt. Nachbarn treffen sich zum Schwatz. Der Friseur schneidet die Haare und stutzt den Bart auf dem Gehsteig, Frauen waschen auf der Straße ihre Saris.

Dann das Frühstück auf die Hand. Kichererbseneintopf mit roter Chili-Soße, Ingwer und Koriander als Gewürze darüber, dazu ein Stück Fladenbrot - schmeckt super und ist höllisch scharf. Wer sich nicht traut auf der Straße zu essen, der hat Indien verpasst. Für alle Daheimgebliebenen, die Gewürze, die man für die indische Küche braucht, kann man alle bequem bei den gewuerzhelden.de im Internet bestellen und Nachkochen ist nicht sehr kompliziert.

Die Karibik schmeckt man

15. März 2017

Wie überall in der Karibik, ist auch die Küche auf Grenada eine interessante Mischung aus ihrer 1500-jährigen Geschichte. Engländer, Spanier, Franzosen und Niederländer haben die Insel besiedelt, alle haben ihre Vorlieben mitgebracht. Frisches Obst, frischer Fisch in vielfältigster Art stand schon vorher auf dem Speiseplan der Einheimischen.

Eine ganz große Rolle spielen bei allen Gerichten die Gewürze. Piment und Koriander wachsen in den Ländern der Karibik und werden natürlich auch häufig genutzt. Grenada ist die Insel von Ingwer und Muskatnuss. Auch Nelken und Zimt spielen eine besondere Rolle. Ganz wichtig sind verschiedene Chilisorten von unterschiedlicher Schärfe.

Picadillo, ein leckeres Karibikgericht, kommt ursprünglich aus Kuba. Mit den drei Hauptzutaten - Fleisch, Gemüse und Früchte - gibt es Picadillo auf Grenada an jeder Ecke. Als Fleisch wird Hackfleisch genommen, daher kommt auch der Name Picadillo, was so viel wie ‚Kleingeschnittenes‘ bedeutet. Das Gericht wird mit Paprika, frischen Tomaten, Oliven, Zwiebeln und Rosinen angereichert und mit Kochbananen serviert.

Die Kochbanane ist der angenehme Kontrast zu den anderen Gemüsen und Gewürzen. Eigentlich ist die Kochbanane die tropische Variante der Kartoffel. In gut sortierten Supermärkten ist sie bei uns recht gut zu bekommen. Sie sollten nicht so arg gelb sein, eher noch etwas grüner. Sind sie zu reif, schmecken sie eher nach Banane.

Zu allererst werden in Ringe geschnittenen Zwiebeln glasig gebraten. In der Zwischenzeit kann man bequem die Tomaten und den Paprika in Würfel schneiden und den Knoblauch klein hacken oder durch die Presse drücken.

Dann kommt das Hackfleisch, die Tomaten und der Paprika zusammen mit dem Knoblauch in die Pfanne. Bei kleiner Hitze alles schön schmoren lassen.

Jetzt kommen die Gewürze ins Spiel. Salz, Pfeffer, Kardamon, Thymian und Paprikapulver geben dem Gericht den richtigen Pfiff. Alles schön einköcheln lassen, bis eine dickflüssige Soße aus der Tomatenflüssigkeit entsteht.

In einer zweiten Pfanne die längs halbierte Kochbanane in etwas Butter von beiden Seiten anbraten und mit etwas Zucker karamellisieren. Jetzt kommt der große Auftritt der Muskatnuss. Mit einer Reibe wird die kleine Nuss abgerieben, der Duft verbreitet sich sofort in der Küche. Die Bananen werden wie Kartoffeln als Kohlehydratbeilage zum Gericht serviert.

Die Frucht der Muskatbäume ist gelb und hat etwa die Größe einer Aprikose oder eines Pfirsichs. Ganz im Inneren findet man die eigentliche Nuss mit einer harten, ca. 1 mm starken Schale. Als Muskatnuss wird bei uns nur dieser Kern bezeichnet.

Muskatnuss gibt es in haushaltsgerechten Portionen bei den gewuerzhelden.de im Internetshop. Gemahlene Muskatnüsse eignen sich hervorragend mit ihrem intensiven, süßlich-scharfen Aroma für helles Fleisch, Soßen und Suppen, Gratins, Überbackenes, Gemüsebeilagen, Reis- und Nudelgerichte. Bei der gemahlenen Version geht man kein Risiko ein, sich beim Reiben der Nüsse die Finger zu gefährden. Es gibt bei den Profis im Netz auch andere Formen der Muskatnuss zu bestellen, z.B. gemahlene Muskatblüte, das ist der Samenmantel der Muskatnuss, der auch Macis genannt wird.

Guten Appetit wünschen die Profis der gewuerzhelden.de