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Essen in Tunis - Ojja

19. Juli 2017

Couscous als Nationalgericht Tunesiens haben wir beim Besuch in Tunis einfach mal ausgelassen. Wir haben uns für Ojja, gleich zum Frühstück entschieden. Diese ‚Suppe mit Rühreiern‘, wie wir das spöttisch genannt haben, hat sich als gute Grundlage für einen langen Tag in der Medina, dem historischen Zentrum der tunesischen Hauptstadt, als überaus tauglich erwiesen.

Es braucht schon ausreichend Kalorien, um nur einen kleinen Teil der 700 Paläste, Moscheen und Mausoleen in der Altstadt von Tunis zu besuchen. Magenknurren macht schlechte Laune und es läuft sich mit Hunger im Bauch sehr schleppend.

Wie versprochen haben wir, wieder zu Hause, versucht Ojja nachzukochen. Eigentlich ist es ja eine arabische Vorspeise, aber wie gesagt, als gehaltvolles Frühstück unschlagbar.

Tomaten braucht man dazu. Wir haben ein paar große Ochsenherztomaten gefunden, Fleischtomaten mit ganz besonderem Aroma. Eine alte Tomatensorte, die nicht überall zu finden ist, aber super schmeckt. Beim Kochen ist ein ganzes ‚Ochsenherz‘ einfach so vorher vernascht worden.

Die Tomaten und eine Paprikaschote haben wir in kleine Stückchen geschnitten und mit Kümmelpulver, das ist gemahlener Kümmel, gewürzt. Gemahlenen Kümmel gibts übrigens im Internetshop der gewuerzhelden.de. Alles zusammen wird in Olivenöl schön gedünstet.

In Ermangelung der echten Merguez, das ist die scharf gewürzte Hackfleisch-Bratwurst, die in der maghrebinischen Küche eigentlich dazu gehört, haben wir ein paar rohe fränkische Bratwürste ‚gekillt‘.

Die echte Merguez ist schon von Haus aus stark gewürzt. Das Würzen haben wir nachgeholt. Die Haut abgepellt und den rohen Bratwurstteig in eine Schüssel gegeben. Das Ganze haben wir mit Kreuzkümmel, Paprikapulver und Knoblauchpfeffer (aus dem Shop der gewuerzhelden.de) ordentlich durchgemischt.

Zum ‚Scharfmachen’ sind wir auf die Chilli Pyramidenflocken der gewuerzhelden.de gekommen. An Gewürzen keinesfalls sparen, das Ganze sollte schon richtig ‚Bums‘ haben.

Schon jetzt füllt sich die Küche mit den Düften der Altstadt von Tunis. Die rohe Wurstmasse haben wir wieder zu Würstchen gerollt und in einer extra Pfanne wie eine Bratwurst gebraten.

Nach der sorgfältigen Überprüfung von Schnittfestigkeit und Geschmack, haben wir sie in Scheiben geschnitten. Die Eier geben wir in eine Schüssel und mit etwas Pfeffer und Salz mit der Gabel verquirlen.

Alles zusammen kommt in die Pfanne zu den Tomaten und den Paprikastreifen. Jetzt brauchen die Eier nur etwas stocken, auf kleiner Flamme. Keinesfalls darf die Masse fest werden. Es ist höchste Konzentration gefragt. Immer wieder muss man dabei umrühren.

Das fertige Ojja kommt in der Pfanne auf den Tisch. Weißbrot dazu und alle können, wie bei einem Fondue, ihr Brot in die Pfanne tauchen. Ein stilechtes Getränk dazu wäre ein Pfefferminztee, sehr stark und mit viel Zucker.

Das Team der gewuerzhelden.de wünscht guten Appetit.

Tunis, die 'geteilte' Stadt

12. Juli 2017

Das Auswärtige Amt rät aktuell bei Reisen nach Tunesien zur Vorsicht. Aber die Vorsicht sollte man nicht nur bei Reisen in die weite Welt walten lassen. Auch bei uns zu Hause gibt es keine garantierte Sicherheit vor Terror und Verbrechen.

Tunesien ist ein wunderschönes Land. Die Tunesier sind auf den Tourismus angewiesen. Die Hauptstadt selbst gehört eigentlich nicht zu den populären Reisezielen am nördlichsten Zipfel von Afrika. Hammamet, Djerba oder Monastir sind die Ziele, die einem bei der Nennung von Tunesien einfallen.

Wir wollen aber die Tradition der Städtetrips hier mit dieser Serie fortführen. Die Hauptstadt Tunis ist mit ihren verwinkelten Altstadtgassen, den Boulevards und den historischen Plätzen ganz sicher: die Seele des Maghreb. Tunesien, Algerien und Marokko - die Maghreb-Staaten - haben schon wegen ihrer Geographie und ihrer Geschichte viele Gemeinsamkeiten.

Wer einmal durch die Souks von Tunis geschlendert ist, wird das mit der Seele verstehen. Aber auch abseits der geschäftigen Märkte mit dem bunten Treiben, den exotischen Gerüchen der Gewürzshops und den schmeichelnden Stimmen der Stoffhändler, Schuhverkäufer und Parfümverkäufer, gibt es in Tunis viel Balsam für die Augen.

Ehrwürdige Kolonialbauten, prachtvolle Moscheen und mächtige Stadttore säumen die staubigen Straßen. ‚Überleben’, was die Versorgung anbelangt, ist in den vielen preiswerten Cafés und einfachen Straßenrestaurants leicht. Touristen mit überhöhten Preisen zu neppen, käme einem Tunesier nicht in den Sinn, obwohl Handeln zur Einkaufskultur gehört. Ein Europäer, der in den Souks nicht handelt, wird nicht so recht ernst genommen.

Die tunesische Hauptstadt ist eine ‚geteilte’ Stadt. Der eine Teil ist die historische Altstadt, die Medina, der andere die koloniale Neustadt. Ein ‚Must‘ ist ein Besuch im Nationalmuseum von Bardo. Im größten archäologischen Museum Tunesiens ist die bedeutendste Sammlung von römischen Mosaiken weltweit zu sehen.

Exponate aus der Frühgeschichte, vom alten Karthago bis zum islamischen Tunesien, sorgen für Staunen. Das Museum ist im Harem eines ehemaligen Herrscherpalastes aus dem 13. Jahrhundert untergebracht, was für sich betrachtet schon einen Ausflug wert ist. Nur zehn Kilometer in Richtung Osten sind es bis zu den Ruinen des antiken Karthago. Die archäologische Ausgrabungsstätte gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Was man unbedingt gesehen haben soll, ist das 20 km entfernte Sidi Bou Saïd. Im Januar oder Februar wird in diesem kleinen Küstendörfchen mit den blau-weiß gestrichenen Häusern der Frühling vorgezogen. Blumenschmuck soweit das Auge reicht und dazu Blicke auf das tiefblaue Meer, die von keiner Kitschpostkarte übertroffen werden können.

Eigentlich ist ja Couscous das tunesische Nationalgericht. Wir haben uns aber für Ojja entschieden. Das gleich zum Frühstück, um damit allem Magenknurren im Laufe eines langen Tages aus dem Weg zu gehen. Ojja ist eine besondere Form von Spiegeleiern, eher eine Suppe, die man gut mit Weißbrot tunken kann. Eine unterhaltsame Speise, die von mehreren Personen gleichsam direkt aus der Pfanne gegessen wird.

Den ganzen Tag über wird immer und überall Pfefferminztee getrunken. Richtig süß muss er sein. Den Europäern wird gesagt, man müsse Salziges essen bei der Hitze, die Nordafrikaner halten sich nicht daran. In den Tee gehören ein paar Stück Zucker.

Unterwegs bei den Trips durch die Stadt haben wir den Kalorienbedarf öfter Mal mit Halva gestillt, das ist wie türkischer Honig. Die Grundmasse besteht aus Sesamsamen, Zucker, Honig und Öl. Fertig ist das eine weiße, feste Masse, die entweder mit Mandeln oder Pistazien angereichert und verziert wird. Halva gibt es in Tunis an jeder Straßenecke. Aber Vorsicht, in des Tagesrucksack gehören unbedingt viele Feuchttücher, die Finger kleben von dem supersüßen Halva richtig schön zusammen. Kalorien zählen braucht man dabei auch nicht anfangen. Auch bei Halva gilt, viel Süß hilft bei großer Hitze.

Flüge nach Tunis sind billig. Ab 48 Euro findet man schon Schnäppchenangebote und kann auf dem Aéroport International landen. Privatzimmer findet man ab 20 Euro mitten in der Stadt. Hotels beginnen ab rund 30 Euro. Schlafen in Tunis kostet kein Vermögen.

Das Team der gewuerzhelden.de ist sich ganz sicher, dass der Trip nach Tunis zu einem unvergesslichen Erlebnis wird und wünscht gute Reise. Das Rezept für Ojja wird im nächsten Blog nachgereicht, versprochen.

Labskaus

2. Juli 2017

Labskaus, das traditionelle Seemannsgericht, gehört zu Hamburg wie der Hafen und die Reeperbahn. Richtigerweise besteht das Labskaus neben Rindfleisch (in unserem Rezept Corned Beef) aus Zwiebeln, zerstampften Kartoffeln und Rote Bete. Die Roten Bete sorgen für die kräftige Rotfärbung auf dem Teller.

Nach dem Wochenendtrip in die Hansestadt Hamburg und dem Versuchen einer Probeportion, hat das Team der gewuerzhelden.de versprochen, das Rezept für den Original ‚Hamburger Labskaus‘ nachzureichen. Bitteschön:

Die erste und wichtigste Zutat sind Kartoffeln. Es sollten schon mehlig kochende sein. Ungefähr gleich viel Rote-Bete-Knollen werden gebraucht, sie findet man zu jeder Jahreszeit gegart und geschält in den Kühlregalen der Supermärkte. Ein Glas Gewürzgurken wird bereit gestellt, etwas Salz und eine Dose Corned Beef.

Die Kartoffeln werden geschält, geviertelt und in Salzwasser gekocht. Die Zwischenzeit kann man nutzen, um die Rote Bete und die Gewürzgurken in kleine Stücke zu schneiden und zusammen mit dem Gewürzgurkensud und dem Corned Beef in eine Schüssel zu geben. Etwas von den Rote Bete übriglassen und zur Dekoration in kleine halbe Scheiben schneiden.

Wenn die Kartoffeln fertig sind, kommen sie auch in die Schüssel und das Ganze wird mit einem Kartoffelstampfer zerdrückt. Auf gar keinen Fall einen Fleischwolf wie in manchen Rezepten angegeben dazu benutzen, das wäre eine echter Fauxpas.

Bei kleiner Hitze wird das Gemisch erwärmt, keinesfalls gekocht. Als Gewürze kommen nur Salz und Pfeffer dazu. Die gewuerzhelden.de haben auch da eine reiche Auswahl. Jetzt kommen die Eier in die Pfanne und werden als Spiegeleier in etwas Öl gebraten.

Vier Rollmöpse kommen zusammen mit den Spiegeleiern auf das Gericht als Top obendrauf und das Ganze wird mit den Rote Bete-Scheiben dekoriert. Voilà - der Originale Hamburger Labskaus ist fertig.

Ob dieses einfache Seemannsgericht die ‚Pfeffersäcke‘ der Hanse je selbst gegessen haben, mögen wir fast bezweifeln. Zu sagen, das hat geschmeckt, fällt einem von fränkischen Schäufele verwöhnten Gaumen sehr schwer. Aber vielleicht bietet die außergewöhnlich umfangreiche Auswahl an Gewürzen bei den gewuerzhelden.de viel Luft nach oben, um den Geschmack dieses einfachen Seemannsgerichtes nachhaltig zu verbessern. Das Team der gewuerzhelden.de ist jedenfalls für Vorschläge dieser Art immer offen, wünscht viel Spaß beim Ausprobieren und guten Appetit.

Hamburg

28. Juni 2017

Gerade jetzt einen Städtetrip nach Hamburg zu unternehmen ist vielleicht nicht die beste Idee. G20 hat die ganze Stadt in Beschlag genommen.

So ist das Luxushotel Vier Jahreszeiten z.B. vom saudischen König Salman und seinem Gefolge vollständig gebucht, keine Aussicht auf ein Bett. Aber wir wollten ja ohnehin nicht die ganze Kohle für ein Bett ausgeben.

Wenn die ‘Show’ beendet ist, wirds auch wieder ruhiger in Hamburg. Wer Hamburg besucht, besucht ja nicht nur eine Stadt, sondern ein ganzes Bundesland. Und weil das Wappen der Stadt ein stilisiertes Tor zeigt, sagt man auch ‚Hamburg - das Tor zur Welt‘.

Hamburg ist bequem mit dem PKW zu erreichen und natürlich auch mit der Bahn. In der Stadt selbst bewegt man sich stressfrei mit dem Hamburger Verkehrsverbund. Eine Fahrkarte - ein Fahrplan, das gilt nicht nur in Hamburg, sondern auch in weiten Teilen des Hamburger Umlandes. Man kann alle Verkehrsmittel nutzen, in diesem weltweit ersten Verkehrsverbund.

Schlafen in Hamburg muss kein Vermögen kosten. Auf den Seiten von german.hostelworld gibt es z.B. mitten in St.Pauli das gut bewertete Backpackers St. Pauli mit Betten ab knapp 15 Euro die Nacht.

In St. Pauli, da sind wir ja schon mitten drin. St. Pauli, das ist nicht nur der FC St. Pauli, sondern ein Stadtteil im Bezirk Hamburg-Mitte. Weit über die Grenzen Hamburgs hinaus bekannt ist die Reeperbahn, die zentrale Straße im Vergnügungs- und Rotlichtviertel.

Café Keese, die Kneipe ohne Fenster ‚Zur Ritze‘, die unterschiedlichsten Lokalitäten wie die ‚Große Freiheit‘ oder den Hans-Albers-Platz muss man gesehen haben. Die bekannteste deutsche Polizeiwache, die Davidswache, gehört auf alle Fälle zu den wichtigen Stationen bei einem Besuch.

Wem die etwas gehobenere Unterhaltung mehr schmeckt, der sollte das Panoptikum, ein Wachsfigurenkabinett, das St.-Pauli-Theater oder Schmidts Tivoli besucht haben. Nur zu Fuß zu betreten, aber auf jeden Fall einen Rundgang wert, ist die parallel zur Reeperbahn verlaufende Herbertstraße. Zwei Sichtblenden verdecken die direkte Einsicht in die weltbekannte Bordellstraße.

Die Hafencity, Hamburgs jüngster und modernster Stadtteil, ist nicht nur wegen der neuen Elbphilharmonie einen Besuch wert. Der Kontrast zwischen den alten Backstein-Kontorhäusern, modernen Büro-Bauten mit viel Glas und Stahl und den neuen Wohnquartieren ist ein Fest für die Augen.

Wer seine durch günstige Übernachtung eingesparte Kohle in kurzer Zeit loswerden will, dem ist ein Gang über den Überseeboulevard in der Hafencity anzuraten. Eine Fußgängerzone mit vielen kleinen Geschäften, Restaurants und Galerien, Geld ausgeben ist dort ein Kinderspiel.

Für Kunst scheinen sich viele Besucher der Hansestadt zu interessieren. Malerei, Zeichnung, Grafik, Fotografie, Skulptur, Architektur und Videokunst, für jede Richtung wird in Hamburg etwas geboten.

In der Stadt finden sich zahlreiche deutsche und internationale Restaurants, in denen man köstlich schlemmen und gemütlich sitzen kann, auch für den kleinen Geldbeutel. Street Food gibt es in Hamburg ohnehin an jeder Ecke, verhungern muss in der Hansestadt keiner.

Labskaus sollte man auf jeden Fall einmal versucht haben. Das traditionelle Seemannsgericht gehört zu Hamburg wie der Hafen und die Reeperbahn. Richtigerweise besteht das Labskaus neben Rindfleisch aus Zwiebeln, zerstampften Kartoffeln und Rote Beete. Die Roten Beete sorgen für die kräftige Rotfärbung auf dem Teller. In der Alt Helgoländer Fischerstube am Fischmarkt bekommt man eine Probierportion für zaghafte 7,80 Euro.

Das Team der gewuerzhelden.de wünscht, dass der Wochenendtrip nach Hamburg zu einem unvergesslichen Erlebnis wird. Das Rezept für den Original ‚Hamburger Labskaus‘ wird nachgereicht, versprochen.

Saumagen

25. Juni 2017

Außerhalb der Pfalz rümpfen viele die Nase, wenn sie ‚Saumagen‘ hören. Für Helmut Kohl, von 1982 bis 1998 der sechste Bundeskanzler der Bundesrepublik, war der ‚Pfälzer Saumagen‘ einfach nur eine regionale Spezialität, die er gerne mochte. Der ‚Deidesheimer Hof‘ war ein Restaurant, das sich zur damaligen Zeit gerade den jüngsten Zwei-Sterne-Koch, Manfred Schwarz, in die Küche holte.

Eine Zeitungsnotiz darüber brachte den Kanzler auf die Idee, seinen Staatsgästen deftige Hausmannskost in der Provinz zu servieren. Die britische Premierministerin Margaret Thatcher war die erste, die daran glauben musste. Man wusste, dass sie sich mit Kohl nicht sonderlich gut verstand. Es ist überliefert, dass ihr der ‚Pfälzer Saumagen' super geschmeckt hat. Ob sich danach das persönliche Verhältnis von Thatcher und Kohl wesentlich gebessert hat ist allerdings nicht überliefert.

Der ‚Pfälzer Saumagen‘ machte jedenfalls international Karriere. Kohl hat die halbe politische Weltgeschichte an die Töpfe des Deidesheimer Hofes gebracht und alle machten Bekanntschaft mit dem ‚Nationalgericht’. Dem spanische König Juan Carlos wurde die Edelversion, mit Trüffeln verfeinert, serviert.

Das Originalrezept stammt von Manfred Schwarz und gute Zutaten sind am wichtigsten. Man braucht dazu Schweinefleisch vom Nacken oder aus der Schulter, Kartoffeln, Mett o. Bratwurstbrät, Salz, Pfeffer, Muskat, getrockneten Majoran, etwas Koriander, Nelkenpulver, Thymian, etwas gemahlen Kardamom, getrocknetes Basilikum, Lorbeer und Zwiebeln.

Alle Gewürze gibt es im Internetshop bei den gewuerzhelden.de per Mausklick einfach und schnell zu bestellen. Den leeren Saumagen muss man sich beim Metzger seines Vertrauens vorbestellen, sollte aber kein Problem sein.

Das Fleisch wird in grobe Würfel geschnitten. Die Kartoffeln geschält und ebenfalls in grobe Würfel geschnitten. Fleisch, Kartoffeln und Mett oder Brät wird gut vermischt und mit den Gewürzen abgeschmeckt.

Jetzt wird der Saumagen vom Metzger, nach gründlichem Auswaschen und Abbinden, mit der vermischten Masse gefüllt. Aber Achtung, nicht zu prall füllen sonst platzt das gute Stück im heißen Wasser.

In einem großen Topf mit Salzwasser wird der Saumagen bei geringer Hitze rund drei Stunden gegart, aber keinesfalls kochen lassen.

Den Saumagen aus dem Sud nehmen, abtropfen und vor dem Aufschneiden etwas abkühlen lassen. Erst am Tisch wird der Saumagen angeschnitten. Dazu gibt es frisches Bauernbrot, Kartoffelpüree oder ganze Kartoffeln, Grumbeeren wie die Pfälzer sagen. Ein gutes Wein-Sauerkraut gehört dazu und natürlich Wein. Die Pfälzer sind bestimmt nicht sauer, wenn wir Frankenwein dazu trinken.

Es gibt eine Variation dieser Spezialität, bei der die Scheiben vom Saumagen noch in Butterschmalz knusprig gebacken werden. Das ist aber wohl eher gedacht, wenn Reste vom Saumagen übrigbleiben.

Das Team der gewuerzhelden.de wünscht guten Appetit und viel Spaß beim Ausprobieren der ‚Pfälzer Küch‘.